Studieren wird schwieriger – und vielleicht verbindlicher

Österreichs Hochschulen stehen vor einer Finanzierungslücke, was zu volleren Hörsälen führen könnte.

TU-Wien-Rektor Jens Schneider fordert mehr Verbindlichkeit von Studierenden, lehnt aber Studiengebühren ohne sozialen Ausgleich ab.

Viele Studierende sind finanziell belastet, was die Effizienz des Studiums beeinträchtigt.

Für 2028–2030 fordern Unis 18 Mrd. €, geplant sind aber nur 15,5 Mrd. €.

Ein Studienplatz kostet in Österreich fast 14.400 € pro Jahr.

44 % der Studierenden müssen Mahlzeiten wegen Geldmangel einschränken.

Österreichs Hochschulen stehen vor einer Finanzierungslücke, was zu volleren Hörsälen führen könnte.

TU-Wien-Rektor Jens Schneider fordert mehr Verbindlichkeit von Studierenden, lehnt aber Studiengebühren ohne sozialen Ausgleich ab.

Viele Studierende sind finanziell belastet, was die Effizienz des Studiums beeinträchtigt.

Für 2028–2030 fordern Unis 18 Mrd. €, geplant sind aber nur 15,5 Mrd. €.

Ein Studienplatz kostet in Österreich fast 14.400 € pro Jahr.

44 % der Studierenden müssen Mahlzeiten wegen Geldmangel einschränken.

Es ist einer dieser Tage, an denen die Zukunft noch nach vielen Möglichkeiten aussieht. In den Hallen und Gängen der Technischen Universität (TU) Wien am Karlsplatz drängen sich junge Menschen, die sich für ein Bachelor-Studium eingeschrieben haben. Rund 2000 von ihnen sind zum „Welcome Day for New TU Wien Students“ gekommen, um sich mit den Möglichkeiten an ihrer neuen Uni vertraut zu machen. Sie hören Vorträge, besuchen Infostände, betrachten Poster und holen sich von Buffet-Ständen Gratis-Imbisse. Vor allem aber machen sie erste Schritte in ihr künftiges Leben.

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Informatik? Architektur? Maschinenbau? Elektrotechnik? Mit 18 oder 19 Jahren ist das keine kleine Entscheidung. Und niemand hier weiß, ob aus dem gewählten Studium tatsächlich einmal der erhoffte Beruf wird.

Was die Studienanfänger:innen an diesem Tag vermutlich weniger beschäftigt: Während sie gerade erst anfangen, wird darüber verhandelt, unter welchen Bedingungen ihre Generation künftig überhaupt studieren kann.

Budgetstreit und Kürzungen

Denn Österreichs Universitäten stehen vor einer finanziell schwierigen Phase. Für die Finanzierungsperiode 2028 bis 2030 haben die Hochschulen rund 18 Milliarden Euro zur Kostenabdeckung angemeldet. Im Raum stehen angesichts des Sparzwangs jedoch nur 15,5 Milliarden Euro. Die Unis warnen deshalb vor einer Finanzierungslücke, während Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner sie zu Semesterbeginn auf das befürchtete Minus einstimmte: „Die 18 Milliarden werden es nicht werden, weil sich das nicht ausgeht“, sagte Holzleitner im Interview mit dem Sender Ö1.

Spätestens am 31. Oktober soll es Klarheit geben, denn bis dahin läuft die gesetzliche Frist für die Budgetentscheidung aus. Die abstrakte Budgetpolitik könnte dann für junge Menschen ganz schön konkret werden: vollere Lehrveranstaltungen, schlechtere Betreuung, weniger Personal und möglicherweise strengere Regeln dafür, wer ein Studium überhaupt beginnen oder fortsetzen darf.

Wie frei soll Studieren sein?

Damit rücken Fragen ins Zentrum, die in Österreich seit Jahrzehnten politisch heikel sind: Wie frei soll der Hochschulzugang sein? Haben wir zu viele Unis – oder zu wenige Studierende, die Prüfungen ablegen? Und wenn bei weniger Geld die Universitäten weiterhin allen offen bleiben, wie können sich die Betreuungsverhältnisse zumindest nicht verschlechtern?

TU-Wien-Rektor Jens Schneider hält wenig von simplen Antworten. Für ihn lautet die Frage nicht bloß: freier Hochschulzugang – ja oder nein? Er will grundsätzlich daran festhalten, dass ein Studium nicht vom Einkommen der Eltern abhängt. „Studiengebühren ohne ein Stipendiensystem, das auch soziale Ungleichheiten ausgleicht und in einer Höhe, für die Familien schon bei der Geburt eines Kindes zu sparen beginnen müssten wie in den USA, lehne ich ab“, sagt Schneider zur WZ. Gleichzeitig fordert er „mehr Verbindlichkeit auch von Studierenden“.

Das Ziel ist,........

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