Der Traum vom Gespräch mit dem Dackel

KI ermöglicht Fortschritte beim Verständnis tierischer Lautäußerungen.

Forschende zeigen, dass Tiere Laute symbolisch nutzen und situationsabhängig kommunizieren können.

Eine vollständige, menschliche Übersetzung tierischer Kommunikation bleibt schwierig.

Coller-Dolittle-Preis: 1 Mio. US-Dollar jährlich für Tierkommunikationsforschung

4.323 Schimpansen-Lautäußerungen, 16 Ruf-Kombinationen identifiziert

KI-Modelle analysieren Tierlaute

Streifenmäuse nutzen eigene Ultraschallrufe für ihre Gruppen

KI ermöglicht Fortschritte beim Verständnis tierischer Lautäußerungen.

Forschende zeigen, dass Tiere Laute symbolisch nutzen und situationsabhängig kommunizieren können.

Eine vollständige, menschliche Übersetzung tierischer Kommunikation bleibt schwierig.

Coller-Dolittle-Preis: 1 Mio. US-Dollar jährlich für Tierkommunikationsforschung

4.323 Schimpansen-Lautäußerungen, 16 Ruf-Kombinationen identifiziert

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In der Ecke ein zerbissener Polster, im Wohnzimmer lauter Federn und vor den Augen Daisy, der Dackel, mit geducktem Kopf und zerknirschtem Blick. „Wenigstens hat sie ein schlechtes Gewissen“, könnte man meinen.

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Aber hat sie das? Manche Studien legen nahe, dass vermeintliche Gewissensbisse von Hunden nicht auf innerer Einsicht beruhen, sondern dass es sich um erlernte Reaktionen handelt, um die Bezugsperson zu besänftigen. Dann wären Hunde kluge Strategen. ,,Da gute Versuchsanordnungen zu den Hintergedanken von Tieren schwer zu machen sind, wissen wir es nicht”, sagt der Verhaltensforscher Kurt Kotrschal zur WZ. Wie schön wäre es, wenn wir Daisy fragen könnten! Doch mit den Tieren sprechen können wir Menschen bisher nur im Märchen.

Der britische Private-Equity-Investor und Tierschützer Jeremy Coller will, dass das Märchen Realität wird. Er schreibt einen Forschungspreis von insgesamt einer Millionen US-Dollar (1,16 Mio. Euro) pro Jahr für Wissenschaftler:innen aus, denen entscheidende Fortschritte in diese Richtung gelingen. Mit dem Coller-Dolittle-Preis will er nach eigenen Aussagen „unbequeme Wahrheiten“ über die Massentierhaltung aus Sicht der betroffenen Lebewesen erfahren. Außerdem wolle er die Art und Weise, wie Menschen Tiere sehen, grundlegend verändern: „Ich möchte eine Kuh fragen, wie sie sich fühlt, wenn ihr das Kalb weggenommen wird“, betonte er kürzlich anlässlich der Bekanntgabe der diesjährigen Finalist:innen in der britischen Zeitung Observer. Künstliche Intelligenz soll es möglich machen: KI-Algorithmen sollen die Tierlaute analysieren und in Worte fassen.

Machen sich auch andere Tiere Gedanken?

Hinter dem Anliegen verbergen sich komplexe Fragen. Kombinieren Kühe, Hunde, Katzen,........

© Wiener Zeitung