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Standort teilen: Fürsorge oder digitale Fußfessel

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21.09.2026

Standort teilen bietet Sicherheit, kann aber zunehmend zu sozialen Erwartung und Kontrolle im Alltag werden.

Psychologinnen warnen vor Vertrauensverlust und Konflikten durch ständige Überwachung.

Privatsphäre bleibt ein Grundbedürfnis; Freiwilligkeit und Selbstbestimmung beim Teilen des Standorts sind essenziell.

Standortfreigabe wird oft über Apps wie „Wo ist?“ oder die „Snap Map“ genutzt

Von den unter 30-Jährigen verfolgen 16 Prozent die Standortdaten ihrer Partner:innen

Standort teilen bietet Sicherheit, kann aber zunehmend zu sozialen Erwartung und Kontrolle im Alltag werden.

Psychologinnen warnen vor Vertrauensverlust und Konflikten durch ständige Überwachung.

Privatsphäre bleibt ein Grundbedürfnis; Freiwilligkeit und Selbstbestimmung beim Teilen des Standorts sind essenziell.

Standortfreigabe wird oft über Apps wie „Wo ist?“ oder die „Snap Map“ genutzt

Von den unter 30-Jährigen verfolgen 16 Prozent die Standortdaten ihrer Partner:innen

Es ist Mitternacht. Ich gehe allein nach Hause. Die Straße ist leer, hinter mir höre ich Schritte. Rational betrachtet wahrscheinlich völlig harmlos. Irrational betrachtet beginnt mein Kopf bereits, den Plot eines True-Crime-Podcasts zu schreiben. Also mache ich, was viele Menschen meiner Generation tun: Ich teile meinen Standort mit meinem Freund.

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Für diesen Moment finde ich die Funktion großartig. Falls mir tatsächlich etwas passiert, weiß wenigstens jemand, wo ich zuletzt war. Ein digitaler Schutzengel direkt am Smartphone. Doch genau hier beginnt mein Unbehagen.

Denn für viele junge Menschen ist das Teilen des eigenen Standorts längst mehr als eine Notfallmaßnahme. Über die Apple-App „Wo ist?“ oder der „Snap Map“ von Snapchat verfolgen Freund:innen gegenseitig jede ihrer Bewegungen, oft rund um die Uhr. Das Teilen des Standorts dient längst nicht mehr nur der Sicherheit, sondern ist für viele zu einer sozialen Erwartung geworden. Wer seinen Standort nicht teilt, muss sich manchmal sogar dafür rechtfertigen.

Natürlich gibt es praktische Vorteile. Die Frage „Wo bleibst du?“ erübrigt sich. Man kann einfach nachsehen, wann jemand ungefähr ankommen wird. Nach einer langen Partynacht kann man überprüfen, ob Freund:innen gut nach Hause gekommen sind.

Auch beim ersten Date teilen vor........

© Wiener Zeitung