Für einen Schnappschuss auf die Jagd

Immer mehr Jäger:innen inszenieren ihre Jagd auf Social Media, wodurch Jagd zum Content und Jäger:innen zu Influencer:innen werden.

Die Zahl der Jahresjagdkarten steigt, besonders der Frauenanteil wächst; Jagd wird als bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit gesehen.

Trotz strenger Regeln gibt es illegale Praktiken wie das Aussetzen von Tieren vor der Jagd, Kontrolle bleibt schwierig.

2024: 139.566 gültige Jahresjagdkarten in Österreich, 17 Prozent mehr als 2013

Frauenanteil bei Jagdprüfungen: 13 Prozent, in Salzburg 2025: 32 Prozent

Jagdausbildung: Durchfallquote 15–25 Prozent, Kosten meist über 8.000 Euro

Rund 5.000 Menschen bestehen jährlich die Jagdprüfung

Immer mehr Jäger:innen inszenieren ihre Jagd auf Social Media, wodurch Jagd zum Content und Jäger:innen zu Influencer:innen werden.

Die Zahl der Jahresjagdkarten steigt, besonders der Frauenanteil wächst; Jagd wird als bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit gesehen.

Trotz strenger Regeln gibt es illegale Praktiken wie das Aussetzen von Tieren vor der Jagd, Kontrolle bleibt schwierig.

2024: 139.566 gültige Jahresjagdkarten in Österreich, 17 Prozent mehr als 2013

Frauenanteil bei Jagdprüfungen: 13 Prozent, in Salzburg 2025: 32 Prozent

Jagdausbildung: Durchfallquote 15–25 Prozent, Kosten meist über 8.000 Euro

Rund 5.000 Menschen bestehen jährlich die Jagdprüfung

Bevor Stella Rieder ins Revier aufbricht, richtet sie die Kamera auf sich und zeigt ihren Follower:innen ein „Get Ready With Me“ für die Jagd. Hinter ihr sieht man den ausgestopften Auerhahn. In den Kommentaren reichen die Reaktionen von „Instagram-Jägerin“ bis hin zu „nur Modeschau“.

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Die Szene steht exemplarisch für einen Wandel: Was früher vor allem innerhalb der Jagdgemeinschaft dokumentiert und geteilt wurde, wird heute auf Instagram und TikTok einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Aus der Jagd wird Content, aus Jäger:innen werden Influencer:innen und aus dem Wald eine Szenerie.

Die neue Generation: Sinnsuche und Selbstversorgung

Der Jäger Lukas, der seinen vollen Namen nicht in diesem Artikel sehen wollte, lebte früher vegan. Nach einem Schicksalsschlag suchte er bewusst den Kontakt zu Tieren und zur Natur. Sein Ziel war es, sich selbst versorgen zu können: „Ich wollte jeden Handgriff selbst machen und genau wissen, wo mein Essen herkommt.“ Für ihn war die Jagd eine persönliche Entscheidung: „Ich erlege alles, was ich esse, selbst.“

Diese Haltung zieht sich durch viele Gespräche mit Jäger:innen: Jagd als Gegenmodell zur industrialisierten Landwirtschaft, als bewusste Entscheidung für Kontrolle und Verantwortung.........

© Wiener Zeitung