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Prinzip Daumenschraube

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21.09.2021

Egal, ob man in der Einheit Inzidenz oder Hospitalisierungsrate misst: Die Zahl der Corona-Infektionen geht deutschlandweit zurück – und niemand weiß genau, warum. Gleichzeitig wollen die Gesundheitsminister den Ungeimpften die Daumenschrauben weiter anziehen. Jüngster Vorschlag mit guten Chancen auf Umsetzung: keine Lohnfortzahlung im Corona-Fall für all die, die eine Impfung verweigern.

Wieder naht der Herbst, und nicht nur die Experten erinnern sich mit Grauen ans Vorjahr. Als noch niemand geimpft war und das Virus immer fröhlichere Urständ feiern konnte. Am Ende waren die Infektionszahlen katas­trophal hoch, die Intensivstationen proppenvoll und die Sorgen so groß wie die Not: Kann all das gut gehen?

Die Chancen dafür stehen derzeit nicht schlecht – wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Dänemark kann Vorbild sein. Dort ist die Impfquote hoch, folglich fallen die Beschränkungen. In Deutschland ist beides nicht gegeben. Weil sich die Politik festgelegt hat, muss der Impfdruck die Impfpflicht ersetzen. Auch wenn fraglich ist, ob das die bessere Währung ist. 2G ist ein Weg, keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne ein anderer. Fortsetzung kann folgen. Klar ist: Für Impfverweigerer wird es immer ungemütlicher.

Bei einem Verdienstausfall im Falle einer Corona-Quarantäne ist bislang erstmal der Staat eingesprungen. Nun wollen erste Bundesländer eine schon bestehende gesetzliche Regelung ziehen und den Anspruch für Ungeimpfte beenden. An diesem Mittwoch wollen die Gesundheitsministerinnen und -minister über eine möglichst einheitliche Linie beraten. Was gilt bislang, und was soll sich ändern? Wichtige Fragen und Antworten im Überblick.

Foto: picture alliance/dpa | Fabian Strauch

Um welche Fälle von........

© Westfälische Nachrichten


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