Die Favoriten für den Öbag-Traumjob
Eine für die gesamte heimische Wirtschaft weitreichende Entscheidung, die bis Oktober ansteht, sorgt auch in der politischen Sommerpause hinter den Kulissen für große Betriebsamkeit. Es gilt, sich auf die nächste Führungsperson für die Staatsholding Öbag zu einigen. Der Vertrag der aktuellen Alleinvorständin Edith Hlawati läuft nämlich am 31. Jänner 2027 aus.
Die 69-jährige ehemalige Topanwältin pochte in den vergangenen fünf Jahren stets auf Unabhängigkeit gegenüber der Politik und hat sich darüber geradezu selbst definiert. Diese Haltung brachte ihr in Wirtschaftskreisen zwar Respekt ein, Beobachter glauben allerdings, dass sie deswegen Teilen der aktuellen Regierung als warnendes Beispiel für einen Zustand gilt, den man so nicht prolongieren will. Weshalb nach einer Lösung gesucht werde, die wieder mehr politischen Einfluss ermöglicht. Eigentümervertreter ist Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, der dieses Ansinnen auch schon durchblicken ließ. Bei der letzten Öbag-Besetzung 2021 gingen in Summe 120 Bewerbungen ein. Auch dieses Mal wird von einer dreistelligen Zahl ausgegangen. Allerdings schafft es nur ein Bruchteil der Interessenten zu einem persönlichen Gespräch mit dem externen Berater Andreas Landgrebe, Managing Partner beim Executive-Search-Unternehmen Boyden.
Wer im Favoritenkreis ist
Wie sich die Lage laut trend-Recherchen momentan präsentiert, kristallisieren sich drei Favoriten heraus. Einer davon ist Thomas Gangl, 54, ehemaliger Vorstand der Öbag-Beteiligung OMV und danach CEO der OMV-Tochter Borealis. Der........
