Im Gespräch bleiben

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wie man’s nicht machen sollte, das lässt sich täglich erleben. Einer ist sauer – und zahlt es dem anderen heim. Auf eine Weise, die richtig weh tut.

Früher hieß es warnend: Wer rausgeht und die Tür zuschlägt, der muss auch wieder reinkommen. Oder: Man begegnet sich immer zweimal. Sprüche. Lebensweisheiten. Und Warnungen. Aber diese werden gerne in den Wind geschlagen.

Wir leben in Zeiten der Wehleidigkeit; ein bisschen was aushalten will kaum einer.

Wie oft höre ich, dass sich diese Art der Unerbittlichkeit nicht nur durch die Mitte der Gesellschaft zieht, sondern auch nahe Angehörige auseinandertreibt. Können wir uns so ein Verhalten leisten? Gerade auch in schwierigen Zeiten? Ich glaube, das ist eine fatale Entwicklung. Wir sollten alle der rechthaberischen Vereinzelung entgegenwirken. Reden hilft. Und eine gewisse Nachsicht. g.sommer@tlz.de


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