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Der Klimawandel dominiert den...

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17.08.2021

Seit Juli hält das mediale Trommelfeuer an. Die Überschwemmungen im westlichen Deutschland seien die größte Hochwasserkatastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik gewesen, wurde mehrmals gedruckt und gesendet. Was schlichtweg falsch ist, denn bei der Hamburger Sturmflut 1962 kamen fast doppelt so viele Menschen ums Leben. Angesichts von Dürre, Feuer und Flut titelt der Spiegel: „Gerät das Klima außer Kontrolle?“ – als wenn die Menschheit jemals Kontrolle über das Klima gehabt hätte. Nachdem der pessimistische Bericht des Weltklimarats (IPCC) erscheint, frohlockt die Süddeutsche Zeitung mit der Schlagzeile „Der Mensch war’s“. Es wird eine Atmosphäre der anthropozänen Schuld verbreitet, die bei jedem von uns ein schlechtes Gewissen erzeugen soll. Aber da die Menschen kaum aufs Heizen und Reisen verzichten werden, ja nicht einmal mit dem Grillen und dem Konsum von CO2-haltigen Getränken aufhören wollen, könnte es ja entlastend sein, wenigstens am 26. September „richtig“ zu wählen.

Nach ihrem komplett vergeigten Wahlkampfauftakt ist dieser Sommer der Wetterextreme ein Glücksfall für die Grünen. Der Kampf gegen Umweltzerstörung und Klimawandel ist nun mal ihr Markenkern. Und es besteht ja auch Anlass zur Sorge: Dass es in Südeuropa und Kalifornien im Hochsommer brennt, ist nicht neu, aber wenn es in Sibirien und Kanada andauernd lodert, ist klimatisch wohl etwas ins Rutschen geraten. Das Thema zu verharmlosen, ist ignorant. Die Vorstellung allerdings, die Deutschen........

© The European


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