Selbst Investoren kapitulieren: Deutschland will keiner mehr haben |
13. Januar 2026 | Reinhard Schlieker
Bis zu 24.000 Insolvenzen, Milliardenverluste, Kliniken vor dem Aus – Energiepreise, Bürokratie und globale Konkurrenz treiben den Standort Deutschland an seine Grenzen. Ein Befreiungsschlag ist nicht in Sicht.
Von Reinhard Schlieker
Die seit drei Jahren andauernde Rezession in Deutschland fordert immer mehr Opfer unter den deutschen Unternehmen. Das Jahr 2025 war geprägt von einer Vielzahl von Firmenpleiten, mit allen ihren ökonomischen und menschlichen Folgen. Und 2026 ist keine Besserung in Sicht. Seit zwanzig Jahren gab es nicht mehr so viele Insolvenzen, hat das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ausgerechnet. Damit übertrifft die Schreckenszahl von 17.604 Unternehmenspleiten sogar jene aus der internationalen Finanzkrise 2009. Dabei deutet ein nochmals besonders bedrückender Dezember, vor allem aus Sicht des Handels nach einem schleppenden Weihnachtsgeschäft, nicht auf eine Wende in diesem Jahr hin.
Das Statistische Bundesamt vermerkte eine Zunahme der Insolvenzen von 15,7 Prozent gegenüber dem Dezember 2024; endgültige Zahlen will die Behörde im März vorlegen. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform schätzt die aufgetretenen Forderungsausfälle auf 57 Milliarden Euro. Creditreform rechnet die Zahl der Insolvenzen für das Jahr sogar auf 24.000 hoch und sieht ebenfalls keine Änderung des Trends, solange nicht entscheidende Verbesserungen der politischen und wirtschaftlichen........