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Zerstört Corona den Kapitalismus...

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29.05.2021

Seit es Antikapitalisten gibt, warten sie auf die große Krise, die den endgültigen Zusammenbruch des Kapitalismus bewirken wird. Karl Marx meinte, verschiedene ökonomische „Gesetze“ entdeckt zu haben, so etwa den „tendenziellen Fall der Profitrate“ oder die Verelendung des Proletariats. Die Krise war für Antikapitalisten stets vor allem ein Zeichen der Hoffnung – dass der Kapitalismus nun endlich zusammenbreche werde. Diese Hoffnung wurde immer wieder enttäuscht. Manchmal erinnern Antikapitalisten an eine Weltuntergangssekte, die unverdrossen immer wieder neue Daten für den Weltuntergang verkünden.

In der Finanzkrise 2008 sahen die Antikapitalisten das lang ersehnte Ende des Kapitalismus kommen, aber als auch dieses nicht eintrat, schöpften sie erneut Hoffnung in der Corona-Krise. Schon zu Beginn der Corona-Krise formulierten linke Intellektuelle vielfach ihre sehnsuchtsvolle Erwartung, dass die Corona-Krise das erfüllen möge, was sie bereits von der Finanzkrise 2008 erhofft hatten, nämlich eine fundamentale Neuordnung der Gesellschaft und Überwindung des Kapitalismus. William Davies, ein britischer Soziologe, schrieb im linken “Guardian” unter der Überschrift: „Die letzte globale Krise hat die Welt nicht verändert. Aber........

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