Wird Wolfgang Kubicki jetzt die FDP retten? |
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Wird Wolfgang Kubicki jetzt die FDP retten?
31. Mai 2026 | Rainer Zitelmann
Der neue Vorsitzende und sein Generalsekretär Martin Hagen wurden am Samstag mit jeweils 59 Prozent der Stimmen gewählt. Was heißt das für sie und für die Zukunft der Liberalen? Rainer Zitelmann war auf dem Parteitag
VON RAINER ZITELMANN, Berlin
Den wichtigsten Satz gestern auf dem FDP-Parteitag sagte Martin Hagen, der neue Generalsekretär: „Mir ist lieber, wir begeistern die 20 bis 25 Prozent, die sich in Deutschland vorstellen können, die FDP zu wählen, als dass wir versuchen, es den anderen 75 bis 80 Prozent irgendwie recht zu machen, die uns am Ende sowieso doof finden.“
Kubicki und Hagen wurden mit jeweils 59 Prozent gewählt. Manchmal habe ich gestern auf dem Parteitag in Berlin gehört, die beiden müssten jetzt auch die anderen 41 Prozent mitnehmen, schließlich sei man eine große liberale Familie. Ich denke, das wäre ein Fehler. Mir ist lieber, die beiden begeistern die 60 Prozent, die sie gewählt haben, als dass sie versuchen, es den anderen 40 Prozent irgendwie recht zu machen, die sie am Ende sowieso doof finden.
Kubicki muss aus den Fehlern von Merz lernen
Wohin es führt, wenn man allen gefallen will, haben wir in den letzten Monaten am Beispiel von Friedrich Merz gesehen: Am Schluss mag einen kaum noch einer. Merz wurde gewählt, um den Merkel-Kurs der CDU zu beenden, nicht um ihn fortzusetzen. Das hat er nicht verstanden. Er will es innerhalb der Partei auch Daniel Günther oder Hendrik Wüst recht machen – und dann auch noch Bärbel Bas, schließlich ist man ja in einer Koalition mit der SPD. Das Ergebnis: Die Merkelianer und die Sozis mögen Merz trotzdem nicht und diejenigen, die ihn einst für einen neuen Kurs gewählt haben, mögen ihn auch nicht mehr. Wer allen gefallen will, den mag am Schluss kaum noch einer. Denn die Gefallsucht wird als das gesehen, was sie ist: als Schwäche.
Meinungsfreiheit und Kulturkampf
Wollen alle........