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So mächtig sind die...

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27.05.2021

Jeden Tag lesen wir in den Medien von mächtigen Lobbygruppen, die die Politik beeinflussen oder sogar die Gesetze schreiben. In Hollywood-Filmen geht es nicht selten um den Kampf zwischen den Guten, die finstere Verschwörungen mächtiger Konzerne aufdecken – und auf der anderen Seite stehen die Politiker, die als Marionetten der Kapitalisten dargestellt werden. Es scheint keinen Zweifel zu geben: Geld regiert die Welt. Und nicht nur das: Kritiker der „sozialen Ungleichheit“ behaupten, all dies werde immer schlimmer und mit der steigenden Ungleichheit steige auch der Einfluss der Reichen auf die Politik. Die USA gelten mehr als jedes andere Land als Musterbeispiel, um diese These zu belegen.

Doch Zweifel sind erlaubt: Wenn Geld allein politische Macht kaufen würde, dann wäre 2016 nicht Donald Trump Kandidat für die US-Präsidentschaft geworden, sondern vielleicht Jeb Bush, der sehr viel mehr Spendengelder mobilisieren konnte. Und bestimmt hätte Trump die Wahlen 2017 nicht gewonnen, sondern Hillary Clinton. Clinton und die sie unterstützenden Super PACs, sammelten mehr als 1,2 Milliarden Dollar, Trump und seine Verbündeten etwa 600 Millionen Dollar.

Wenn Geld allein politische Macht kaufen könnte, dann wäre Joe Biden heute nicht Präsident, sondern vielleicht Michael Bloomberg, der zum Zeitpunkt seiner Bewerbung für die Kandidatur der Demokraten mit 61 Mrd. Dollar der achtreichste Mann der Welt war. Wohl niemals zuvor in der Geschichte hatte ein Kandidat soviel Geld in so kurzer aus eigener Tasche für einen Wahlkampf ausgegeben, nämlich innerhalb von gut drei Monaten rund eine Milliarde Dollar. Bloomberg hatte seinen Wahlkampf selbst........

© The European


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