Rechnen verlernt, Zukunft verspielt
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Rechnen verlernt, Zukunft verspielt
26. Mai 2026 | Rainer Zitelmann | Lesezeit: 5 Min.
Im zweiten der vierteiligen Rezension von Daniel Stelters „Absturz. So retten wir Deutschland“ rücken PISA-Daten, Mathedefizite und die Folgen für Innovations- und Wirtschaftskraft ins Zentrum
VON RAINER ZITELMANN, Berlin
Laut einer Studie im Auftrag von Unicef besitzen gerade noch 60 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland eine „Mindestkompetenz“ beim Lesen und Rechnen. Harald Martenstein kommentiert in der „Welt“: „Das heißt im Klartext: 40 Prozent sind nahezu Analphabeten und beherrschen nicht die Grundrechenarten. Wir liegen damit auf Platz 34 unter den 41 Ländern, die untersucht wurden. Das ist eine Katastrophe.“
Leistungsschwund trotz Niveauabsenkung
Gleichzeitig, so berichtet er, werde das Leistungsniveau kontinuierlich weiter gesenkt. Zuletzt haben einige Bundesländer aus dem Matheunterricht an Grundschulen das schriftliche Teilen und das Rechnen mit Kommazahlen gestrichen. Ein Grund dafür war, dass die Schüler beim Dividieren so oft Fehler machten. Auf Kritik reagierte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg mit der amüsanten Bemerkung, bei der Vereinfachung des Matheunterrichts handele es sich um eine „wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung der mathematischen Bildung“.
Grüne finden Mathe........
