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Marxistisch-leninistische Partei in Peru...

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20.07.2021

In den vergangenen 100 Jahren wurde der Sozialismus in mindestens 24 Ländern auf der Welt ausprobiert. In der Sowjetunion anders als in China, in Jugoslawien anders als in Kuba, in Nordkorea anders als Vietnam, in Albanien anders als in der DDR. Ausnahmslos alle sozialistischen Experimente sind gescheitert. Doch der Sozialismus, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Ostblockstaaten Anfang der 90er-Jahre für tot erklärt, erlebt heute in vielen Ländern eine Renaissance. In Peru wurde jetzt mit knapper Mehrheit Pedro Castillo zum Staatspräsident gewählt, der Anführer der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre ist.

Die Partei beschreibt sich selbst als “eine linkssozialistische Organisation” und beruft sich ausdrücklich auf die Ideologie des Marxismus-Leninismus vertritt. Pedro Castillo betont trotzdem, er sei kein Kommunist, aber das ist nicht ungewöhnlich: Nach 24 gescheiterten sozialistischen Experimenten möchte sich heute kein Sozialist mehr auf eines dieser Modelle berufen, die für den Tod von mehr als 100 Millionen Menschen verantwortlich sind.

Ursprünglich war die Verstaatlichung von Minen, Gas, Öl, Wasserkraft und Telekommunikation zur Finanzierung von Sozialprogrammen das erklärte Ziel von Perú Libre. In einem........

© The European


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