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Gibt es Änderungen bei...

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14.06.2021

Frage: Manche Vermögende überlegen sich, Deutschland zu verlassen, insbesondere dann, wenn unter veränderten politischen Rahmenbedingungen die Vermögensteuer wieder erhoben oder eine einmalige Vermögensabgabe eingeführt wurde. Derzeit gibt es ja schon die Wegzugssteuer. Wer ist davon betroffen und halten Sie eine Verschärfung für möglich?

Professor Cloer: Von der derzeitigen Wegzugsteuer sind alle Privatpersonen betroffen, die Beteiligungen an in- oder ausländischen Kapitalgesellschaften halten, wenn sie diese im Privatvermögen halten und die Höhe der Beteiligung mindestens ein Prozent beträgt oder innerhalb der letzten fünf Jahre betragen hat. Beschlossen ist zwar keine Ausweitung dieser Regelung i. S. einer Erfassung anderer Wirtschaftsgüter, aber eine ungünstigere Rechtsfolge: Denn derzeit besteht in der EU bzw. innerhalb des EWR eine unbefristete Stundungsmöglichkeit, diese fällt zum Ende des Jahres weg. Im Einzelfall kann zwar auch nach dem Jahreswechsel ein steuerneutraler Wegzug möglich sein, dies dürfte aber deutlich schwieriger werden. Eine weitergehende Verschärfung ist zurzeit nicht absehbar. Ein Wegzug mit anderen Wirtschaftsgütern des Privatvermögens, wie z. B. einem Aktiendepot oder Kryptowährungen, bleibt daher ohne steuerliche Konsequenzen möglich.

Frage: Damit sich Vermögende nicht durch Auswanderung einer erhöhten Besteuerung entziehen können, haben immer wieder Politiker (z.B. der Grünen) gefordert, die unbeschränkte Einkommensteuer auch auf deutsche........

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