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Einkommens-Check: Verdient ein Manager...

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08.07.2021

War „früher“ also das richtige Maß? Wohl kaum, denn die politischen Richtungen, die heute eine „zu große Ungleichheit“ beklagen haben das zu den früheren Zeiten, auf die sie heute gerne verweisen, auch schon getan. Die „guten alten Zeiten“ sind nur heute gut, früher waren sie aus Sicht der Kritiker genauso „ungerecht“.

Sowohl in philosophischen „Gerechtigkeitstheorien“, aber auch im Alltagsverständnis vieler Menschen, soll die Belohnung, die jemand für seine Arbeit bekommt, im Verhältnis zu seinem Aufwand stehen. Aus der Forschung wissen wir, dass vor allem Angehörige unterer sozialer Schichten unter „Leistung“ meist die disziplinierte Erledigung einer bestimmten Menge von Aufgaben innerhalb einer vorgegeben Zeitspanne verstehen. Unter „Leistung“ verstehen die meisten Menschen sowohl den Zeitaufwand als auch die Intensität der Anstrengung oder der Bemühung einer Person. Ich nenne dies „Angestelltendenken“, denn es entspricht der Lebenserfahrung eines Angestellten oder Arbeiters, dass sein Lohn bzw. Gehalt proportional zur eigenen Anstrengung ist: Wer länger/mehr arbeitet, verdient auch in der Regel mehr. Dies sehen die meisten Menschen als „gerecht“ an.

Was sie nicht verstehen: Dieser Zusammenhang gilt nur für Arbeiter und Angestellte, aber er gilt gewiss nicht für Unternehmer. Bei dem Unternehmer zählt vor allem die gute Geschäftsidee. Wenn Sie sich die Liste der reichsten Menschen der Welt anschauen, dann sind diese meistens deshalb reich geworden, weil sie eine besondere unternehmerische Idee hatten und ein Produkt an den Markt brachten, das von vielen Konsumenten als nützlich anerkannt wurde. Das ist das kapitalistische Prinzip, das jedoch viele Menschen nicht verstehen. Nicht der Arbeitsaufwand, sondern der für die Gesellschaft geleistete Nutzen ist entscheidend.

Brian Acton und Jan Koum haben........

© The European


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