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Aus der realen Vision...

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27.08.2021

Die Überschrift in dem Zentralorgan der SED lautete: „Programmentwurf der KPdSU verkündet die wahren Menschenrechte. Kommunismus bringt der Welt Frieden, Arbeit, Freiheit, Gleichheit und Glück.“ Anlass des euphorischen Artikels: Auf ihrem 22. Parteitag verabschiedete die Kommunistische Partei der Sowjetunion ein Programm, in dem es hieß, die sozialistische Übergangsstufe, die laut Marx und Lenin zwischen dem Kapitalismus und dem Endzustand des wahren Kommunismus liege, solle nach Ablauf von zehn Jahren beendet sein und es solle die Endphase des Kommunismus beginnen.

„Der Aufbau der kommunistischen Gesellschaft“, so hieß es in dem Programm, „ist zur unmittelbaren praktischen Aufgabe des Sowjetvolkes geworden.“ Bis 1970, so wurde versprochen, werde die Sowjetunion die USA, „das mächtigste und reichste Land des Kapitalismus, in der Pro-Kopf-Produktion überflügeln“. Bis 1980 werde dann der Aufbau des Kommunismus vollendet sein. Die Sowjetunion werde ihren Bürgern einen Lebensstandard sichern, „der höher ist als in jedem beliebigen kapitalistischen Land“ und werde das Land „mit dem kürzesten und zugleich produktivsten und höchstbezahlten Arbeitstag“. Die ganze Bevölkerung werde „ihre Bedürfnisse an hochwertigen und mannigfaltigen Nahrungsmitteln voll befriedigen können“ und bis 1980 werde ein solcher „Überfluss an materiellen und kulturellen Gütern für die gesamte Bevölkerung“ erzielt werden, dass man zu dem von Marx proklamierten „kommunistischen Prinzip der Verteilung nach den Bedürfnissen“ übergehen könne.

Lenin bezeichnete in seiner Schrift „Staat und Revolution“ als Endziel die........

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