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„Tschernobyl“ war direktes Ergebnis...

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16.07.2021

1992 konstatierten Murray Feshbach und Alfred Friendly Jr. in dem Buch „Ecocide in the USSR“: „Keine andere industrielle Zivilisation vergiftete so systematisch und so lange ihr Land, ihre Luft und ihre Menschen.“ Ein bekanntes Beispiel für den katastrophalen Stand des Umweltschutzes ist die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, die sich am 26. April 1986 im Reaktor-Block 4 des W.I. Lenin-Atomkraftwerkes ereignete. Den eigentlichen Namen, das dieses Kernkraftwerk stolz trug (Чернобыльская АЭС им. В. И. Ленина (Tschernobylskaja AES im. W. I. Lenina), nämlich den Namen des kommunistischen Säulenheiligen und Staatsgründers Lenin, kennen die meisten Menschen nicht, denn nach dem Unfall stand der Name des Kraftwerkes für die angebliche generelle Gefährlichkeit der Kernenergie statt für die Umweltgefahren im Sozialismus.

Schon beim Bau des Kernkraftwerkes wurden die Systemmängel der sozialistischen Planwirtschaft deutlich. „Maßgebliche mechanische Teile und Baumaterialien tauchten oft zu spät oder überhaupt nicht auf, und was ankam, war oft fehlerhaft. Stahl und Zirkonium – wesentlich für die kilometerlangen Rohrleitungen und vielen hundert Brennelemente, die im Herzen des riesigen Reaktors entstehen sollten – waren Mangelware; Rohrleitungen und Stahlbeton, für den nuklearen Gebrauch bestimmt, erwiesen sich oft als dermaßen schäbig, dass man sie wegwerfen musste.“

Das Dach der Turbinenhalle des Kraftwerkes wurde mit leicht entzündlichem Bitumen........

© The European


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