Mitten in der Energiekrise: EU-Sanktionspaket stoppt russisches LNG

Link in die Zwischenablage kopieren

Mitten in der Energiekrise: EU-Sanktionspaket stoppt russisches LNG

21. April 2026 | Oliver Stock | Lesezeit: 4 Min.

Es war lange vor dem Iran-Krieg beschlossen: Mit Inkrafttreten des nächsten Sanktionspakets soll Schluss sein mit russischem Flüssiggas in Europa. Manch ein Manager hält das jetzt für grundfalsch.

In dieser Woche wird aus gut gemeinter Energiepolitik harte Realität: Die Europäische Union setzt den nächsten Schritt ihres Sanktionskurses um und trifft damit einen Markt, der ohnehin unter Hochspannung steht. Ab dem 25. April werden russische Flüssiggas-Lieferungen (LNG) schrittweise aus dem Gasversorgungssystem der EU gedrängt, bis Anfang 2027 sollen sie komplett verschwinden. Es ist ein politischer Schnitt. Doch die Realität folgt anderen Gesetzen.

Früh meldet sich einer zu Wort, der genau diese Realität kennt: Claudio Descalzi, Chef des Energiekonzerns Eni. Seine Warnung ist klar und unmissverständlich: „Diese Mengen lassen sich nicht einfach ersetzen.“ Gemeint sind rund 20 Milliarden Kubikmeter russisches LNG, die aktuell noch durch Europas Leitungen fließen. Für Descalzi ist das........

© The European