Wie die Deutschen ticken: Die Jüngeren glauben mehrheitlich an Leben nach dem Tod |
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Wie die Deutschen ticken: Die Jüngeren glauben mehrheitlich an Leben nach dem Tod
05. April 2026 | Hermann Binkert
INSA-Umfragen, erstens zum Osterfest: Die Menschen wünschen sich, dass mit dem Sterben nicht alles endet – aber die Älteren sind skeptisch. Zweitens: Nein zur Mehrwertsteuererhöhung
Beginn wir sehr weltlich: Bis zur Sommerpause will sich die schwarz-rote Bundesregierung auf ein „Reform-Paket“ einigen. Ob die Erhöhung der Mehrwertsteuer dazugehört, ist wohl noch offen. Wir wollten deshalb wissen, was die Bevölkerung von einer Mehrwertsteuererhöhung hält, selbst wenn sie mit Entlastungen an anderer Stelle oder einer Haushaltsnotlage begründet würde: 62 Prozent der Befragten sprechen sich auch dann gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. Nicht einmal jeder Vierte (24 Prozent) würde sie bejahen. Die mehrheitliche Ablehnung gilt über nahezu alle soziodemografischen Merkmale hinweg.
Nun aber zum höchsten Fest der größten Religionsgruppe der Welt: Am heutige Sonntag feiern über eine Milliarde Christen weltweit Ostern und damit Auferstehung Jesu von den Toten. Wir wollten wissen, ob man selbst an ein Leben nach dem eigenen Tod glaubt. 40 Prozent bejahen dies: Sie glauben an ein Leben nach dem Tod, 50 Prozent glauben nicht daran. Frauen sind gespalten (44 Prozent ja zu 44 Prozent nein), Männer (36 Prozent ja zu 55 Prozent nein) glauben mehrheitlich nicht an ein Leben nach dem Tod. Je jünger die Befragten, desto häufiger gehen sie von einem Leben nach dem Tod aus. Die unter 40-Jährigen (zwischen 50 bis 58 Prozent ja zu 32 bis 41 Prozent nein) glauben mehrheitlich an ein Leben nach dem Tod, die über 40-Jährigen (30 bis 42 Prozent ja zu 47 bis 61 Prozent nein) glauben mehrheitlich nicht daran.
Die ansteckende Osterbotschaft
Wenn man nicht nach dem Glauben an ein Leben nach dem Tod, sondern nach dem Wunsch auf ein Leben nach dem Tod fragt, ändert sich das Ergebnis: 51 Prozent wünschen sich ein Leben nach dem Tod, jeder Vierte (25 Prozent) wünscht es sich nicht. Hier gibt es jeweils deutliche Mehrheiten derjenigen, die sich, unabhängig von Geschlecht, Alter, Einkommen und politischer Präferenz, ein Leben nach dem Tod wünschen. Das Entscheidende für die die Jahrtausende überdauernde Wirkung des Christentums war und ist meiner festen Überzeugung nach nicht nur, dass Jesus am dritten Tag von den Toten auferstanden und danach Hunderten von Menschen erschienen ist, sondern dass es damals und heute Menschen gab und gibt, die diese Botschaft verbreitet haben bzw. verbreiten und ihre eigenen Erfahrungen kundtun. Ohne die Verkünder und Zeugen der Frohen Botschaft würden wir heute, rund 2000 Jahre später, nicht Ostern feiern.
Vielleicht lassen Sie sich anstecken von dem alten orthodoxen Ostergruß: „Christus ist auferstanden!“, worauf mit „Er ist wahrhaft auferstanden!“ geantwortet wird?