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Vielfalt in der Krise:...

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23.05.2020

Wenn ein ganzes Land sich in einer tiefen Krise befindet, das vor allem unsere Gesundheit gefährdet, aber auch unsere Wirtschaft und unser soziales Leben auf den Kopf stellt, dann ist es wichtig, dass alle Menschen in Deutschland den gleichen Zugang zu Informationen erhalten muss.

Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft kann sich das aber als schwierig erweisen. Denn es stellt sich die Frage, wie sich diejenigen, die kaum deutsche Medien konsumieren, die keinen engen Kontakt zu deutschen Behörden und Institutionen haben, die der deutschen Sprache wenig mächtig sind, in dieser Pandemie schützen können?

Die Corona-Krise fordert unser Land heraus und stellt die Vorstellung vom Multikulturalismus vor eine harte Probe. Denn der Multikulturalismus kann in dieser Krise niemanden mehr schaden als den Migranten selbst – und damit sind nicht diejenigen gemeint, die hier geboren oder aufgewachsen sind und die deutsche Sprache beherrschen, sondern insbesondere jene, die zum Arbeiten nach Deutschland eingewandert sind oder aus ihrer Heimat flüchten mussten. Gerade die ehemaligen Gastarbeiter, die älter als 60 Jahre sind und damit zur Risikogruppe von Covid-19 gehören, wurden in den 60er, 70er und 80er Jahren weder gefördert noch dazu aufgefordert, die deutsche Sprache zu erlernen. Sicher, gerade Gruppen wie die türkischen Einwanderer konnten in Deutschland auch gut leben, wenn sie nicht perfekt Deutsch sprachen........

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