Aufsichtsräte müssen schneller, strategischer und KI-kompetenter werden. |
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Aufsichtsräte müssen schneller, strategischer und KI-kompetenter werden.
30. April 2026 | Britta Kuschnigg | Lesezeit: 3 Min.
Aufsichtsräte stehen zwischen KI, Krisen und Tempozwang unter wachsendem Druck. Beim Ludwig-Erhard-Gipfel 2026 diskutieren Paul Achleitner und Rüdiger Grube die neue Rolle der Gremien.
Aufsichtsräte galten lange als Hohepriester der gepflegten Distanz: Sie öffneten ihre Aktenmappen, blätterten durch Berichte, nickten an den richtigen Stellen. Dann wurde gegessen. Heute ist dieses Bild passé. Heute stehen Aufsichtsräte unter Dauerstrom: Konflikte, die näher rücken, Maschinen, die schneller denken als ihre Erfinder – und mittendrin die Frage, wie Unternehmen strategisch auf Kurs gehalten werden.
Beim Ludwig-Erhard-Gipfel 2026 wurde genau darüber gestritten – pointiert, kontrovers und mit bemerkenswerter Offenheit. Dr. Paul Achleitner, ehemaliger Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, und Prof. Dr. Rüdiger Grube, Aufsichtsratsvorsitzender von Vodafone Deutschland, lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch. Moderiert wurde die Runde von Frauke Holzmeier (ntv).
Kontrolle reicht nicht mehr: Der Aufsichtsrat als Denkpartner
Wer heute Aufsicht führt, da sind sich die Talkgäste einig, muss mehr können als kontrollieren. Gefragt sind Einordnung, Widerspruch – und die Fähigkeit zu wissen, wann eine Frage wichtiger ist als eine Antwort. Grube bringt die neue Lage auf eine einfache Formel: „Aufsichtsrat setzt........