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Am Sonntag kann die SPD die CDU retten – oder zerstören

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19.09.2026

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Am Sonntag kann die SPD die CDU retten – oder zerstören

19. September 2026 | Ansgar Graw

Manuela Schwesigs Aufholjagd könnte die AfD stoppen. Doch wenn dafür die CDU aus dem Schweriner Landtag fliegt, wird ihr Sieg für Friedrich Merz zur Bürde. Und Berlin wird weiter links regiert – mit oder ohne CDU-Bürgermeister.

Am Sonntag kann die SPD die CDU retten – oder zerstören. In Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig das scheinbar Unmögliche geschafft: Aus einem deutlichen Rückstand auf die AfD wurde auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende sogar mit Führung für die Sozialdemokraten. Das jüngste ZDF-Politbarometer sieht die SPD bei 37 Prozent, die AfD bei 36 Prozent. Noch zehn Tage vor der Wahl hatte eine ARD-Umfrage die AfD mit 38 zu 33 Prozent vorn gesehen. Die zugespitzte Kampagne „Die Frau gegen Blau“ scheint zu wirken. Aus einer Landtagswahl mit vielen Parteien ist ein Duell geworden: Schwesig oder AfD – tertium non datur. Die Entscheidung fällt am 19. September.

Doch wie bei jeder Mobilisierungs-Wahl droht eine gefährliche Nebenwirkung. Wer vor allem eine AfD-geführte Regierung verhindern will, stimmt unabhängig von seiner Überzeugung für die aussichtsreichste Gegenkraft, die Sozialdemokraten also, und entzieht seine Gunst der ohnehin angeschlagenen CDU. Gleiches gilt für die Grünen. Man wählt Schwesig nicht, weil man Schwesig will, sondern man wählt Schwesig, weil man die AfD nicht möchte. Darin liegt Schwesigs Chance – und das Risiko für das bürgerliche Lager. In der jüngsten Projektion erreicht die CDU nur noch sechs Prozent. Die linksmittigen Grünen stehen bei fünf Prozent. Beide liegen damit innerhalb des statistischen Fehlerbereichs rund um die Sperrklausel.

Allerdings waren 21 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Es handelt sich also um eine Projektion, nicht um eine Prognose, und noch weniger um ein Wahlergebnis – was auch die Wahlkämpfer von CDU und Grünen gern betonen.

Hier kommt der Clout: Schwesig kann die Union und insbesondere den umfassend angefeindeten Friedrich Merz........

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