Alex Prettis Tod: Präsident Trump rät Bürgern, keine Waffen zu tragen

28. Januar 2026 | Ansgar Graw

Der Präsident und Mitglieder seiner Regierung äußern sich widersprüchlich - und irritieren wichtige Wählergruppen. Die Sprecherin des Weißen Hauses versucht sich an einer Klärung – aber weckt ebenfalls Zweifel an Trumps Position

VON ANSGAR GRAW

Gut neun Monate vor der Zwischenwahl lichten sich die Reihen der Anhänger von Donald Trump. Gründe dafür sind nicht nur die tödlichen Schüsse von Bundesbeamten in Minnesota am Samstag auf Alex Pretti, einen Gegner der Abschiebepolitik des US-Präsidenten. Fast noch stärker irritiert Wählergruppen, denen Trump seine erneute Wahl ins Weiße Haus im November 2024 zu verdanken hat, wie in dessen Umfeld versucht wird, den Vorfall zu rechtfertigen. Will Trump den Amerikanern ihr geheiligtes Recht aus dem zweiten Verfassungszusatz streitig machen, nach denen sie Waffen tragen dürfen und die Regierung dieses Recht nicht beschneiden darf? Ausgerechnet der Make-America-great-again-Trump, der (zumindest seit seiner Zeit in der Politik) vehement gegen jede Einschränkung des liberalen Waffenrechts agitiert hat?

Die Debatte trifft den Präsidenten in einer Situation, in der ihn die Demoskopen ohnehin schon massiv anzählen. So bewerten im Durchschnitt aller seriösen Umfragen, die von der Website RealClearPolitics regelmäßig ausgewertet werden, inzwischen 54,8 Prozent der Befragten Trumps Politik als negativ. Nur noch 42,4 Prozent sehen den „Job Approval“ des Präsidenten als positiv an. Zum........

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