Wehrhafte Wirtschaft als Wachstumstreiber für Deutschland |
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Wehrhafte Wirtschaft als Wachstumstreiber für Deutschland
30. April 2026 | Anja Georgia Graw-Bärwalde | Lesezeit: 4 Min.
Verteidigung wird zum Wachstumstreiber: Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel diskutieren Experten, warum Deutschland mehr Tempo bei Beschaffung, Innovation und Wehrhaftigkeit braucht.
Neue Anforderungen in die Wehrhaftigkeit Deutschlands treiben Innovation und Wachstum. Noch allerdings fehlt das Tempo.
Von Anja Georgia Graw-Bärwalde
Europa steht an einem sicherheitspolitischen Wendepunkt und die Wirtschaft rückt dabei zunehmend in den Fokus. Was lange als militärische Frage galt, ist heute eine umfassende Herausforderung für Staat, Unternehmen und Gesellschaft gleichermaßen. Die zentrale Erkenntnis: Verteidigungsfähigkeit ist längst ein Standortfaktor. Das war Konsens in der Panel-Diskussion „Wirtschaft im Verteidigungsmodus: Wie schützen wir den Standort Europa?“ auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee.
„Frieden in Europa ist vorbei“, sagt Kaupo Rosin, Chef des estnischen Auslandsgeheimdienstes, unmissverständlich. Russland habe sich für eine langfristige Konfrontation mit dem Westen entschieden – militärisch in der Ukraine, aber zunehmend auch mit hybriden Mitteln gegen Europa. Dazu zählen Cyberangriffe, Desinformation, Sabotage und gezielte Einflussnahme auf politische und wirtschaftliche Akteure.
Gerade Deutschland stehe dabei stärker im Fokus, als viele lange wahrhaben wollten. Russland gefalle es nicht, „dass Deutschland beschlossen hat, auch stärker in die Verteidigung zu investieren, und möchte gerne diesen Prozess unterbinden, unterbrechen, stören“, sagt Rosin.
Zusätzlich denke Russland „auch über physische Mittel nach. Das heißt Sabotage, Brandstiftung und Attentatspläne.“ Der Geheimdienstler erinnerte an Berichte zunächst in US-Medien über Attentatspläne gegen........