Pillen im Verteidigungsfall: Gesundheit als kritische Infrastruktur

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Pillen im Verteidigungsfall: Gesundheit als kritische Infrastruktur

30. April 2026 | Anja Georgia Graw-Bärwalde | Lesezeit: 3 Min.

Gesundheit wird zur kritischen Infrastruktur. Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel wurde diskutiert, warum Medikamente, Forschung und Versorgungssicherheit im Verteidigungsfall über staatliche Handlungsfähigkeit entscheiden.

Gesundheit als kritische Infrastruktur: Warum Versorgungssicherheit zur strategischen Aufgabe wird.

Von Anja Georgia Graw-Bärwalde

Gesundheit ist längst kein rein sozialpolitisches Thema mehr. Sie ist angesichts der geopolitischen Lage zur strategischen Ressource geworden – und damit Teil der kritischen Infrastruktur moderner Staaten. Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee wurde deutlich: Wer Versorgungssicherheit nicht garantiert, riskiert im Ernstfall mehr als Engpässe. Er gefährdet Stabilität und Handlungsfähigkeit eines ganzen Landes.

Die Erfahrungen der Pandemie wirken nach. Zusammengebrochene Lieferketten, fehlende Schutzmaterialien, knappe Medikamente – sie haben offengelegt, wie abhängig Europa von globalen Produktionsstrukturen ist. Für Hans-Ulrich Holtherm, Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr,........

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