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Die SPD könnte als...

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25.09.2021

Die SPD ist eine der ältesten Parteien Deutschlands und verfügte lange Jahre über eine loyale Kernwählerschaft, für die ausschließlich die Sozialdemokratie existierte. Mit dieser Basis erfolgte spätestens durch die Agenda 2010 ein Bruch und zahlreiche Wähler aus ursprünglich sozialdemokratischen Milieus kehrten der Partei den Rücken zu.

Trotzdem verfügt die SPD noch nach wie vor über treue Anhänger, die ihr Kreuz, unabhängig von jeglichen Inhalten, immer an der erwünschten Stelle machen werden. Teilweise ist hier das Bild der Sozialdemokraten noch von der Vergangenheit geprägt und hat oft wenig mit dem realen Auftreten oder den Inhalten im Jahr 2021 zu tun. Mehr als 15% ist aber mit diesen Loyalisten nicht mehr zu realisieren. Ein Anteil der stetig, teilweise auch aus biologischen Gründen, schrumpft.

Klassische Arbeiter spielen keine tragende Rolle mehr, da nur noch, hier schwanken die Erhebungen gelegentlich um einige Prozentpunkte, knapp 15% der Wähler dieser klassischen Gruppe angehören, während gut 70% zu den Angestellten gerechnet werden. Selbst die Beamten und Selbstständigen spielen – freilich kumuliert – eine wichtigere Rolle als die Arbeiter. Die angepeilte Wählerschaft der SPD ist demnach schon lange nicht mehr der klassischen Werktätigen. Sie machen lediglich kleinen Teil der Wählerschaft aus, der, aufgrund der absehbaren Auswirkungen des Digitalisierungsprozesses, stetig schrumpfen wird. Aus diesem Grund visiert die Partei auch längst eine neue Zielgruppe an: Die sogenannte „Neue Mitte“, die sich über mehrere Milieus ausdehnt und Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen, Lebenseinstellungen oder Verhaltensmustern vereinen soll. Tatsächlich finden sich heute auch knapp 60% der SPD-Wähler in modernen, individualisierten oder neuorientierten Lebenswirklichkeiten.

Die........

© The European


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