Bad

M ichael Jackson war nicht nur ein Superstar, er war ein Heiliger. Er spendete sein Geld an Krankenhäuser, rettete Schimpansen aus Tierversuchsklinken und brachte die rivalisierenden Gangs Bloods und Crips mit Musik und Tanz zusammen. Er wollte die Welt zu einem besseren Ort machen. Und er saß stundenlang an der Bettkante kranker Kinder. Nein! NEIN!!! Nicht so, wie Sie das denken, auf eine unschuldige, heilige Art, wie Jesus eben.

Das ist zumindest der Michael Jackson, den uns das neue Biopic „Michael“ von Antoine Fuqua verkaufen will. Es gleicht einer retouchierten Verfilmung seines Wikipediaeintrags: von seiner tragischen Kindheit in Gary, Indiana, die vom tyrannischen Vater Joseph (Colman Domingo) geprägt ist, über die Zeit mit seinen Brüdern in den Jackson 5 bis zum Hyper-Mega-Ultra-Superstar auf der „Bad“-Tour 1988. Das wachende Auge des Michael Jackson Estate – des Nachlasses von Michael Jackson, der sein........

© taz.de