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Das Meckern über Moral

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03.05.2026

Z u den vielen Unwuchten im Politikbetrieb gehört es, dass das linke Lager jederzeit bereit ist, sich noch den billigsten Vorwurf des politischen Gegners zu Herzen zu nehmen – „Ui, haben die da doch einen Punkt?“ – und die eigenen Argumente durchzuflöhen. Auf konservativ-wirtschaftsliberaler Seite dagegen ist das selten bis nie zu beobachten. Das Bemühen um halbwegs widerspruchsfreie Begründungszusammenhänge bleibt ein linkes Hobby, und ebenso lange wird die Macht vermutlich auf der anderen Seite wohnen bleiben.

Das derzeit beeindruckendste Beispiel dafür ist die Klimapolitik. Der Durchmarsch der fossilen Lobby auch durchs bundesdeutsche Kabinett macht die Klimaziele zur Fata Morgana – einem Trugbild in der Wüste, als die wir uns große Teile Europas in der Zukunft vorstellen dürfen. Doch hadern KlimaschützerInnen weiterhin damit, ob und inwiefern die Vorhaltung wohl stimmt, dass Klimaschutz stets zu moralisch, moralisierend, moralistisch sei, eben mit einer „überhöhten Moral“........

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