„Gut genug“ reicht auch erstmal aus
K ünstliche Intelligenz werde für die Wall Street zum Kalte-Füße-Thema, sagte diese Woche eine Expertin in diesem Feld, die US-Journalistin Karen Hao. Der Widerstand gegen KI wachse in großen Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft, „das müssen die Investoren einpreisen“. Das deutsche Publikum möge bitte nicht den Vor-Ort-Protest gegen die gigantischen Rechenzentren unterschätzen, die als Ressourcenfresser in die Landschaft gesetzt würden. Die Wut der College-Studierenden darüber, dass KI ihnen die Berufsaussichten zerschreddert, erfasse meinungsführende Schichten.
„Es wird ein Wahlkampfthema“, rief Hao fröhlich in den Berliner Vortragsraum, wo auch ich staunend-konzentriert ihrem Hochgeschwindigkeits-Englisch folgte. Sie meinte die US-Zwischenwahlen im November. „It is becoming a rallying cry“, es werde ein Schlachtruf draus, KI zu bekämpfen, jedenfalls in der Weise, wie sie der Welt von den US-Digital-Oligarchen übergestülpt werde. „Imperialismus“ ist Haos Begriff dafür.
Von Heilsversprechen zu Todesstern, das ging schnell. Aber das ist das Problem........
