Staatsräson kostet Geld
t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?
Friedrich Küppersbusch: Gewitter.
taz: Und was wird besser in dieser?
Küppersbusch: Schafskälte.
taz: Der Kanzleraustausch ist vorerst abgesagt. Wäre er dennoch angesagt?
Küppersbusch: Ja, schon, aber wer nimmt freiwillig unseren? Ich hätte dann gern Kanadas Mark Carney, nach seiner fulminanten Rede in Davos weiß man, was „Liberalismus“ auch sein kann. Und seit dem FDP-Parteitag, was wir da auch wieder für ein Pech haben. Schade. Wie war noch mal die Frage? Genau! Markus Söders Wendung von der „letzten Patrone der Demokratie“ mag die tiefe Erkenntnis bergen, dass nach Merz eher nur noch Luftgewehr kommt, zum Beispiel Markus Söder. Trifft jedoch auch einen Punkt: Einigen geht es bei diesem Permanenzgenörgel nicht nur um Merz, die Fähigkeitslücke im Kanzleramt. Sondern auch um die Systemfrage. Manche würden auch jedes andere Kanzlernde demolieren, auf dem Weg zur „harten Hand“, zum „starken Mann“, zu einem autoritäreren Regime. Das sich dann solche Miesmacherei medienpolitisch vom Hals hielte. Die wahre Tragik heißt also „Friedrich Merz – zum Aussitzen verurteilt“. Er muss merkeln.
taz: Deutschland fällt bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat durch und keiner will........
