Was bleibt, ist Liebe |
M ein Midlife sieht nach zwei Jahren so aus: Ich komme mal wieder zu spät aus der Redaktion und schiebe mein Fahrrad über den Hackeschen Markt, wo mir ein Straßenbarde einen Herzschmerzsong von Bon Jovi entgegenschmettert. Ich lebe also immer noch in Berlin, obwohl mir diese Stadt mittlerweile oft auf die Nerven geht, und ich arbeite immer noch für die taz.
Gerade erst wurde mir bei Social Media Prestige steigernde „Fettaneignung“ vorgeworfen, weil mein Plädoyer für mehr körperliche Selbstakzeptanz mit dem Foto einer Frau bebildert wurde, die mehr wiegt als ich. Willkommen im Leben einer linken Kulturjournalistin. Ich schätze die meisten meiner Leser*innen trotzdem.
Beim Blick in den Spiegel habe ich heute tatsächlich mein erstes graues Haar entdeckt. Fantastisch! Damit bin ich meinem Ziel, eine alte, weise Magierin zu werden, wieder ein Stück näher gekommen.
Es ist halt........