Ein Moped geht steil
S teil, steiler, steiles Moped. „Steiles Moped“, rufe ich, lege eine Karte ab und schlage mir mit der Hand ins Gesicht. Freitagabend, wir sitzen in einer Bar in Kreuzberg. Meine Freundin S. und ich haben übers Wochenende Besuch von zwei Freunden, mit denen wir in Dortmund studiert haben. Nach den kurzen Updates, darüber was in den vergangenen Wochen bei allen so los war (Sommer gut, Arbeit nervig, einer hat einen Crush, doch sie schreibt ihm nicht) sitzen wir zusammen und spielen „Steiles Moped“ (Anleitung für einen gelungenen Abend voller Adrenalin am Ende des Textes).
Nachdem wir Runde um Runde unsere Hände auf den Glastisch hauen und sich die anderen Gäste in der Bar bereits irritiert umschauen, ziehen wir gegen Mitternacht weiter ins Lido am Schlesischen Tor. Nachdem S. Prä-Corona ihren besten Abend in Berlin bei einer monatlich stattfindenden Indie-Party erlebt hatte, versuchen wir etwa alle zwei Jahre dieses Gefühl zu rekonstruieren. Zu viert springen wir daher vor dem DJ herum zu den Songs von Vampire Weekend, The Kooks und den drei Britpop Bands, die in den 2010ern Männer mit........
