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Wedium will TikTok angreifen und baut dafür eine Ausweisschranke

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30.03.2026

Wedium will TikTok angreifen und baut dafür eine Ausweisschranke

Die Berliner Wedium GmbH versucht eine europäische Alternative zu Instagram und TikTok zu positionieren. Kann das mit Ausweiszwang gelingen?

Keine Interaktion ohne Überprüfung der Nutzer

Die Beta-Phase von Wedium läuft, das Modell bleibt gleich

Kein Klarname im Profil, die Plattform kennt aber deine Identität

Die Freischaltung löst die eigentlichen Probleme nicht

Die Kontrolle endet nicht bei der Verifizierung

Wedium will alles besser machen, wird das der Fall sein?

Wedium tritt als europäische Instagram- und TikTok-Alternative an und verlangt von allen, die dort wirklich mitmachen wollen, zunächst eine Identitätsprüfung. Der Ausweis soll offenbar das leisten, woran die Moderation seit Jahren scheitert.

Keine Interaktion ohne Überprüfung der Nutzer

Wedium will als europäische Alternative zu TikTok und weiteren Kurzvideoportalen antreten. Man kann sich die Inhalte tatsächlich ohne Verifizierung anschauen. Wer jedoch etwas posten, liken, kommentieren oder Videos weiterleiten möchte, muss zuvor seine Identität nachweisen. Das Projekt will Bots und Fake-Accounts eindämmen und steuern, wer überhaupt mitmachen darf. Wedium setzt damit zuerst beim Zugang zu den Informationen und deren Nutzung an.

Die Beta-Phase von Wedium läuft, das Modell bleibt gleich

Die Beta-Phase sollte am 25. März 2026 starten, den regulären Start plant Wedium weiterhin für Juli. Auf der Webseite ist nur eine Warteliste verfügbar, in die man sich eintragen kann. Wer bei Wedium künftig mehr tun will als nur zuzusehen, wird zweifellos nicht an der grenzwertigen Identitätsprüfung vorbeikommen.

Kein Klarname im Profil, die Plattform kennt aber deine Identität

Wedium betont, dass Nutzer nach außen keinen Klarnamen angeben müssen. Für alles, was über den reinen Konsum hinausgeht, wird die Plattform jedoch eine geprüfte Identität verlangen. Die Anonymität verschwindet damit jedoch nicht. Sie verschiebt sich lediglich vom sichtbaren Profil zum Plattformbetreiber und dem beauftragten Dienstleister. Diese halten bei der Lösung alle Daten in der Hand.

Die eigene Datenschutzerklärung zeigt deutlich, wie das Modell funktioniert. Dort nennt Wedium WebID und verweist auf Verfahren wie AutoID und TrueID. Je nach Fall prüft der Dienst Ausweisfotos, Bildaufnahmen und Dokumente, gleicht Daten ab, führt Liveness-Checks durch oder greift auf bereits verifizierte Profile mit TAN-Bestätigung zurück. Die Liveness-Checks sollen ebenfalls sicherstellen, dass sich Menschen und keine Bots anmelden wollen.

Wedium........

© Tarnkappe