GEEKOM IT13 Max im Test – schwarzer NUC für Proxmox und lokale KI |
GEEKOM IT13 Max im Test – schwarzer NUC für Proxmox und lokale KI
Der GEEKOM IT13 Max im Test mit Proxmox, Quick Sync, IPFire und lokaler KI. Dazu gibt es eine klare Barebone-Empfehlung.
Schwarzes Aluminium statt GEEKOM-Silber
Anschlüsse ohne zusätzlichen Hub
Zwei LAN-Ports für getrennte Netze und IPFire
Intel Core Ultra 9 mit Arc-Grafik und NPU
24 GB LPDDR5 in acht Blöcken
Kingston NV3 mit 500 GB
Unter Windows unauffällig
Proxmox teilt die Hardware sinnvoll auf
Intel Quick Sync kostete die meiste Zeit
Die Intel-NPU läuft in einer eigenen Ubuntu-VM
Gemma 4 E2B für kleine lokale Aufgaben
OpenWebUI verbindet das Modell mit den Diensten
Für Proxmox am besten das Barebone nutzen
Der Preis ist trotz Speicherkrise in Ordnung
Fazit zum GEEKOM IT13 Max*
Der Test des GEEKOM IT13 Max* hat deutlich länger gedauert als geplant. Intel Quick Sync unter Proxmox an eine Ubuntu-VM und von dort weiter an Plex und Jellyfin durchzureichen, erwies sich als hartnäckig. Inzwischen läuft Quick Sync und beide Medienserver wie vorgesehen.
Im Testgerät arbeitet ein Intel Core Ultra 9 185H mit 24 GB fest verlötetem LPDDR5 und einer Kingston NV3 mit 500 GB. GEEKOM verkauft außerdem eine Variante mit austauschbarem DDR5 sowie ein Barebone ohne RAM, SSD und Betriebssystem.
Hier läuft Proxmox direkt auf dem Mini-PC. Docker und die meisten Dienste stecken in einer Ubuntu-VM. Eine zweite Ubuntu-VM ist für das kleine lokale Sprachmodell zuständig und bekommt dafür die Intel-NPU. Erklärung: Eine Neural Processing Unit ist ein spezieller Prozessor, der für Aufgaben der künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt wurde. Im Gegensatz zu einer CPU oder GPU ist eine NPU darauf optimiert, Berechnungen für neuronale Netze besonders schnell und energieeffizient auszuführen. Plex und Jellyfin nutzen unabhängig davon die Arc-Grafik fürs Transcoding.
Schwarzes Aluminium statt GEEKOM-Silber
GEEKOM setzt bei seinen Mini-PCs normalerweise auf silberne Gehäuse. Der IT13 Max fällt dagegen komplett schwarz aus. Das Logo sitzt oben auf dem Deckel. Die Vorderseite bleibt bis auf den Einschaltknopf und die Anschlüsse schlicht.
Das Aluminiumgehäuse fühlt sich sehr stabil an. Allerdings ist der IT13 Max diesmal auch überraschend schwer. Im direkten Vergleich mit anderen Mini-PCs wie dem sehr guten A9 Max mit AMD-Prozessor und eigener NPU fällt der Unterschied sofort auf. Den A9 Max hatten wir bereits ausführlich getestet.
Auf dem Schreibtisch stört das zusätzliche Gewicht nicht. Der Rechner bleibt beim Einstecken der Kabel sicher stehen. Nur bei der Montage hinter einem Monitor sollte man das Gewicht berücksichtigen.
Optisch erinnert der IT13 Max stärker an einen klassischen NUC als an die bisherigen Mini-PCs von GEEKOM. Auf eine RGB-Beleuchtung oder andere Spielereien verzichtet der Hersteller natürlich weiterhin.
GEEKOM setzt beim aktuellen IT13 Max* auf IceBlast 3.0 mit einem Lüfter und zwei Kupfer-Heatpipes. Im normalen Betrieb und mit mehreren virtuellen Maschinen fiel der Rechner akustisch beim Testen trotzdem nicht unangenehm auf.
Anschlüsse ohne zusätzlichen Hub
An der Vorderseite sitzen vier USB-A-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 2, der Klinkenanschluss und der Einschaltknopf. Einer der USB-Ports bleibt auch nach dem Herunterfahren aktiv und kann angeschlossene Geräte weiter mit Strom versorgen.
Hinten befindet sich ein weiterer USB-A-Port mit USB 3.2 Gen 2, ein USB-2.0-Anschluss und zwei USB4-Ports. Dazu kommen zweimal HDMI 2.0, zweimal 2,5-Gigabit-LAN und der Anschluss für das mitgelieferte Netzteil. Der SD-4.0-Kartenleser sitzt an der Seite.
Die Maus, Tastatur, externe SSD und weitere Geräte finden gleichzeitig Platz. Ein Hub ist im normalen Betrieb überflüssig.
WLAN und Bluetooth stammen vom Intel-BE200-Modul. Unter Proxmox habe ich dessen Bluetooth-Teil per USB-Passthrough an eine Home-Assistant-VM weitergereicht. Home Assistant erkannte den Adapter sofort und fand unterstützte Geräte ohne zusätzlichen USB-Dongle.
Auch die Einrichtung der Home Assistant Voice Preview Edition klappte darüber. Home Assistant erkannte den Sprachassistenten per Bluetooth und übergab ihm die WLAN-Zugangsdaten. Danach kommuniziert das Gerät über WLAN und ESPHome, während der Adapter weiter Sensoren und andere Bluetooth-Geräte erfasst.
Zwei LAN-Ports für getrennte Netze und IPFire
Ein einzelner Netzwerkanschluss würde für einen normalen Windows-Rechner eigentlich mehr als nur ausreichen. Die Virtualisierungs-Software Proxmox profitiert dagegen von den beiden 2,5-Gigabit-Ports. Einer verbindet den Host mit dem lokalen Heimnetz, der andere kann an ein NAS, ein separates Netz oder eine zusätzliche Proxmox-Bridge gehen.
Die Open-Source-Firewall IPFire passt ebenfalls in eine eigene VM.........