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Flipper One: Teures Cyberdeck statt Gadget

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24.05.2026

Flipper One: Teures Cyberdeck statt Gadget

Der Flipper One ist wahrlich kein Flipper Zero 2. Linux, M.2, SDR und Mobilfunk machen ihn spannend, aber auch teuer.

Kein zweiter Flipper Zero

Der Flipper One realisiert die Erweiterbarkeit über den M.2-Steckplatz

ADS-B ist ein gutes Beispiel

Linux darf nicht vom Hersteller abhängig sein

350 Euro für den Flipper One sind nur der Anfang

Mobilfunk bringt mehr als ein kleines Modell

Treiber, Module und Updates sind entscheidend

Der Hersteller Flipper Devices arbeitet weiter am Flipper One. Mit dem bekannten Flipper Zero teilt das Gerät vor allem Marke und Herkunft. Der Zero bleibt bei NFC, RFID, Infrarot, Sub-GHz und GPIO. Der „One” hingegen setzt auf Linux, Ethernet, WLAN, mögliche Mobilfunkmodule, M.2-Erweiterungen und Netzwerkwerkzeuge. Flipper beschreibt ihn ausdrücklich als eigenständiges Gerät und nicht als Ersatz für den Zero.

Kein zweiter Flipper Zero

Wer beim Flipper One einen leistungsstärkeren Flipper Zero erwartet, ordnet das Gerät von Beginn an falsch ein. Der Zero arbeitet mit einem Mikrocontroller und bedient einzelne Schnittstellen direkt. Der One nutzt einen ARM-Prozessor, startet Linux und führt Werkzeuge aus, die eher zu kleinen Admin-Rechnern gehören. Dazu zählen Routing, VPN, Paketmitschnitte, Netzwerkdienste und je nach Modul auch Funkanalyse und mehr.

Laut aktueller Planung verfügt der Flipper One über einen Rockchip RK3576, 8 GB LPDDR5, 64 GB UFS, Wi-Fi 6E, zwei Gigabit-Ethernet-Ports, USB-C, HDMI, DisplayPort über USB-C, einen RP2350 als zusätzlichen Mikrocontroller und einen M.2-Steckplatz. Damit steht der Flipper One näher an einem kleinen Linux-Rechner als am bisher erhältlichen Flipper Zero.

Der Flipper One realisiert die Erweiterbarkeit über den M.2-Steckplatz

Über diesen kann Flipper Mobilfunkmodems, SSDs oder Funkmodule anbinden, ohne dass jedes Mal eine Zusatzplatine außen am Gehäuse hängen muss. Man muss somit nicht für jede Aufgabe ein Notebook mit USB-Adaptern, SDR-Sticks, Hotspots und Kabeln aufbauen.

Ohne passende Treiber, Stromversorgung, Antennen und gepflegte Software bleibt M.2 jedoch nur ein weiter Anschluss. Für den Mobilfunk und Software Defined Radio (SDR) ist mehr als eine Buchse auf der Platine nötig. Liefert Flipper nur die Hardwarebasis, wandert die Arbeit wieder zum Nutzer. Erst mit Modulen, die Treiber, Antennen und Software sauber mitbringen, wird der M.2 Steckplatz im Alltag sinnvoll nutzbar.

ADS-B ist ein gutes Beispiel

Software Defined Radio verlagert einen Teil der Funkverarbeitung in Software. Ein Linux-System kann mit passender Hardware damit Signale empfangen und auswerten. Ein Beispiel hierfür ist ADS-B. Flugzeuge senden darüber ihre Position, Höhe, Geschwindigkeit und Kennung. Ein SDR-Empfänger nimmt diese Daten auf und die Software zeigt die Flugzeuge anschließend auf einer Karte an.

Für solche Aufgaben ist ein kleines Gerät mit Akku, Display und Erweiterungssteckplatz besser geeignet als ein Aufbau aus Notebook, USB-Stick, Antenne und Adaptern. Der Flipper One wäre dadurch zwar kein universelles Funkgerät, aber ein handlicher Client für konkrete Funkanalysen. Bei ADS-B bleibt der Einstieg überschaubar. Für andere........

© Tarnkappe