Blocky DNS-Adblocker mit Visor auf dem Raspberry Pi im Test

Blocky DNS-Adblocker mit Visor auf dem Raspberry Pi im Test

Blocky DNS-Adblocker mit Visor auf dem Raspberry Pi OS 64-Bit im Test. Warum der DNS-Dienst Technitium DNS, AdGuard Home und Pi-hole schlägt.

Technitium DNS war für den Pi einfach zu groß

AdGuard Home ist bequem, hat aber nicht so viele Optionen

Pi-hole ist und bleibt halt Pi-hole

Blocky ist die schlanke Lösung

DoH und DoT sind dabei kein Problem

Grafana liefert vor allem Kurven, Visor hängt dagegen direkt am Dienst

Sidecar macht den Unterschied

Die Listen von Blocky sollen treffen, nicht gut aussehen

d3Host fällt aus dem Rahmen

Blocky gefällt natürlich nicht jedem

So lief die Installation von Blocky im Test

Umbrel, CasaOS und ähnliche Oberflächen sind dabei nahezu nutzlos

Der Blocky DNS-Adblocker mit Visor auf dem Raspberry Pi OS 64-Bit im Test. Warum der DNS-Dienst nach Technitium DNS, AdGuard Home und Pi-hole am Ende die Führung übernahm. Nach Technitium DNS, AdGuard Home und Pi-hole blieb im Test auf dem Raspberry Pi OS 64-Bit am Ende nur Blocky mit Visor übrig. Es bietet den kleineren Unterbau, erlaubt den direkteren Zugriff und ist im Alltag näher an dem, was auf so einem Host tatsächlich gebraucht wird. Das gilt auch, wenn nicht jeder Handgriff sauber über die Oberfläche läuft. Blocky Visor ist dabei die externe Web-Oberfläche, also das Dashboard für Blocky. Bei GitHub ist das Tool hier verfügbar, das Dashboard gibt es hingegen dort.

Technitium DNS war für den Pi einfach zu groß

Technitium DNS war im damaligen Vergleich natürlich der Kandidat, der am meisten konnte. Der Dienst kann als kompletter DNS-Server wirklich deutlich mehr, als ein Raspberry Pi im Heimnetz leisten muss. Er bietet eigene DNS-Bereiche, rekursive Auflösung und eine große Verwaltungsoberfläche sowie einen weiteren, je nach User sinnvollen Unterbau.

Für einen kleinen Host, der vor allem DNS-Anfragen filtern soll, ist das für viele Nutzer einfach zu viel des Guten.

AdGuard Home ist bequem, hat aber nicht so viele Optionen

AdGuard Home ist natürlich weiterhin die bequemste Lösung. Man muss es nur einrichten, Filter eintragen, die DNS umstellen und dann laufen lassen. Die Oberfläche zeigt schnell, was es blockiert und welche Geräte Anfragen schicken. Genau das ist die Stärke von AGH. Der Preis ist, dass man nicht so viele Optionen hat wie bei anderen DNS-Sinkholes. Wer tiefer in die Konfiguration einsteigen oder den DNS-Dienst lieber direkter am Host halten möchte, merkt das sehr schnell.

Pi-hole ist und bleibt halt Pi-hole

Pi-hole ist leider der bekannte Standard. Das Software-Projekt ist etabliert, die Oberfläche vertraut und die Dokumentation ist heute brauchbarer als noch vor ein paar Jahren. Mit Version 6 wurde der Aufbau endlich schlanker, da der Webserver und die REST-API nun direkt im FTL-Dienst stecken. FTL steht für Faster Than Light. Das ist die DNS-Engine plus Datenbank und das Statistik-Backend in einem.

Am Charakter und dem alten System dahinter ändert sich aber nichts. Pi-hole bleibt ein Gesamtpaket mit eigener Logik und eigener Begriffswelt. Wer genau das sucht, bekommt ein ausgereiftes, aber nicht mehr zeitgemäßes Projekt. Wer mehr direkten Zugriff will, schaut sich früher oder später meistens woanders um.

Blocky ist die schlanke Lösung

Blocky hält alles funktionell und minimalistisch. Der Dienst filtert den Domain Name Server (DNS) und kann nebenher Werbung und Malware filtern. Dafür braucht die Software ein Binary, eine Konfigurationsdatei und einen laufenden Dienst. Mehr Rattenschwanz und Abhängigkeiten hängen da nicht dran. Auf einem Raspberry Pi passt das besser als das nächste System mit vielen Extras, die man erst einmal einstellen und verwalten muss.

Erst mit der Web-Oberfläche Visor wird der Aufbau im Alltag aber wirklich brauchbar. Blocky liefert die Basis und Visor hängt sich direkt daran. Abfragen testen, Blocking schalten, Listen neu laden, Cache leeren. Mit dem Sidecar kommen Logs, Verlauf und der Konfigurationszugriff hinzu. Ein Sidecar ist ein zusätzlicher Begleitdienst, der Blocky erweitert. Beispielsweise für die Erstellung von Logs für eine spätere Auswertung, die grafische Oberfläche oder für die Nutzung von APIs.

Dann hängt die Verwaltung nicht mehr irgendwo zwischen YAML-Konfigurationsdateien (Configdateien als reiner Text), Journal und Terminal. Alles sitzt unter einer Oberfläche maximal effizient vereint, wie aus einem perfekten Guss. Technitium war dafür zu groß, AdGuard Home zu eng geführt mit zu wenig Optionen und Pi-hole ist halt einfach Pi-hole. Blocky mit Visor löst das wesentlich nüchterner und pragmatischer. Trotzdem muss man dabei auf nichts verzichten, im Gegenteil.

DoH und DoT sind dabei kein Problem

Bei den verschlüsselten Upstreams hält Blocky den Aufbau erstaunlich minimalistisch. DoH und DoT sind direkt in der Konfiguration........

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