Piraterie-Studie: 4 von 10 Italienern sind Piraten

Piraterie-Studie: 4 von 10 Italienern sind Piraten

Laut einer neuen Piraterie-Studie von FAPAV-Ipsos-Doxa entstanden 2025 durch audiovisuelle Piraten in Italien Verluste von € 2,3 Milliarden.

Studie intransparent, viele Details fehlen

2025 haben 20 Millionen Italiener raubmordkopiert

Piraterie-Studie: 4 von 10 Italienern "sind betroffen"

Erfreuliche Anzeichen bei der jüngeren Generation

Live-Sport-Piraterie stieg stark an

Das Volk kennt das Gesetz und die DNS-Sperren

Die kulturelle Dimension

Fazit der neuen Piraterie-Studie aus Italien

Am gestrigen Dienstag stellte die Antipiraterie-Organisation FAPAV in Rom feierlich ihre neue Studie vor, die Ipsos Doxa erstellt hat. Es geht um audiovisuelle Piraterie, also den illegalen Konsum von Serien, Filmen und Live-Sportstreams der Italiener im Jahr 2025. Die Veranstaltung nannte man passend „Generalversammlung zum Kampf gegen die Piraterie“. Die Ergebnisse sind offenbar auch dementsprechend ausgefallen.

Studie intransparent, viele Details fehlen

Man findet kaum methodische Angaben, die für eine wissenschaftliche Bewertung der Piraterie-Studie erforderlich wären. Die FAPAV macht keine Angaben über die exakte Stichprobengröße, die Rekrutierungsmethode der Befragten, das Gewichtungsverfahren oder den Wortlaut der Fragen etc. All das wäre aber sehr wichtig, um die Studie beurteilen zu können. FAPAV bedeutet Federazione per la Tutela delle Industrie dei Contenuti Audiovisivi e Multimediali. Das ist also der Verband zum Schutz der audiovisuellen und multimedialen Industrieinhalte.

Auch in den Jahren zuvor hat es der Verband vermieden, Details zu seinen Erhebungen zu veröffentlichen. Die Schätzungen der angeblichen wirtschaftlichen Schäden kann man ohne offengelegtes Modell schlichtweg nicht überprüfen. Und ohne Stichprobengröße und Fehlermargen kann man auch nicht beurteilen, ob die Veränderungen tatsächlich so stattgefunden haben. Erklärung: Unter dem Begriff Fehlermarge versteht man den Wert, wie hoch die Stichprobe der Umfrage vom tatsächlichen Wert aller Menschen (hier: in Italien) abweichen kann. Viele Marktforschungsunternehmen gewichten die Ergebnisse abschließend, um diese Fehlerquote zu senken. Ob das auch hierbei geschehen ist, weiß aufgrund der mangelnden Transparenz niemand.

2025 haben 20 Millionen Italiener raubmordkopiert

Die audiovisuelle Piraterie sei durchaus rückläufig, zumal zum fraglichen Zeitraum bereits das Piracy Shield mit unzähligen DNS-Sperren in Italien aktiv waren. Doch der Rückgang sei nicht hoch genug, damit die Medienbranche vom Kino, Fernsehen, Streaming-Plattformen oder die Sportbranche aufatmen könnte. Man glaubt, die Sperren in Kombination mit den Aufklärungskampagnen würden Wirkung zeigen. „Und das Gesetz beginnt, Angst zu schüren und abschreckend zu wirken.“ Die Italiener setzen also auch auf Abschreckung.

Die Kosten der audiovisuellen Piraterie bleiben jedoch hoch. Man kalkuliert 2,3 Milliarden Euro an entgangenen........

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