Kita-Kinder als KI-Trainingsdaten? Eltern stoppen umstrittenes Forschungsprojekt

Kita-Kinder als KI-Trainingsdaten? Eltern stoppen umstrittenes Forschungsprojekt

Forscher wollten Vorschulkinder per Bodycam filmen für ihre KI-Trainingsdaten. Nach massivem Protest wurde das Projekt gestoppt.

Kameras im Kindergarten für KI-Forschung

Eltern kritisieren fehlende Transparenz

Experten warnen vor unklarer Datennutzung der KI-Trainingsdaten

Universität zieht Projekt zurück

An der University of Washington sollte ein Forschungsprojekt Vorschulkinder filmen, um neue KI-Modelle für die Bewertung von Unterrichtsqualität zu entwickeln. Geplant war, dass Erzieherinnen kleine Kameras am Körper tragen, die ihre Sicht im Kindergartenalltag aufzeichnen. Zusätzlich sollten fest installierte Kameras in den Gruppenräumen zum Einsatz kommen. Nachdem Eltern massive Datenschutzbedenken äußerten, musste man das Projekt mit den KI-Trainingsdaten einstellen.

Kameras im Kindergarten für KI-Forschung

Laut einem Informationsschreiben an die Eltern sollten die Aufnahmen „normale Interaktionen zwischen Lehrkräften und Kindern“ dokumentieren. Die Videos wären anschließend genutzt worden, um KI-Systeme zu trainieren, die später automatisch die Qualität von Unterricht und Betreuung bewerten sollen. Die Leiterin der geplanten Studie war Frau Professor Gail E. Joseph.

Die Universität plante dafür sowohl menschliche Auswerter als auch cloudbasierte KI-Dienste einzusetzen. Die Aufzeichnungen sollten bis zu viermal pro Monat jeweils bis zu 150 Minuten dauern.

Eltern kritisieren fehlende Transparenz

Besonders brisant: Das Projekt war als Opt-out-Modell angelegt. Eltern mussten aktiv widersprechen, wenn ihre Kinder nicht gefilmt und die Daten nicht für KI-Training verwendet werden sollten.

Genau dieser Punkt sorgte für heftige Kritik. Mehrere Eltern erklärten gegenüber 404 Media, sie hätten weder ausreichend Informationen über die........

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