Amazon sperrt Kindle-Lizenzen auf alten Geräten – Kunden bleiben auf ihren E-Books sitzen |
Amazon sperrt Kindle-Lizenzen auf alten Geräten – Kunden bleiben auf ihren E-Books sitzen
Alte E-Book-Reader verlieren den Support, doch Amazon blockiert weiter die Kindle-Lizenzen für die E-Books. Wie können Kunden damit umgehen?
Kunden werden im Unklaren gelassen
Kindle-Lizenzen: Drei mögliche Lösungswege
Digitale Abhängigkeit zeigt sich erneut
Raus aus dem Amazon-Ökosystem?
Hersteller Amazon hat den Support für die ersten fünf Kindle-Generationen eingestellt. Für viele Nutzer zeigt sich nun ein unerwartetes Problem: Die E-Books auf den nicht mehr unterstützten Lesegeräten belegen weiterhin wertvolle Download-Lizenzen. Leider bietet Amazon keine transparente Möglichkeit, die Kindle-Lizenzen wieder freizugeben.
Bei den meisten Kindle-E-Books dürfen Käufer ein Buch gleichzeitig auf bis zu sechs Geräten oder Apps nutzen. Wird dieses Limit erreicht, muss das Werk von einem Gerät entfernt werden, bevor eine weitere Installation möglich ist. Genau hier beginnt das Problem für Besitzer älterer Kindle-Reader.
Obwohl Amazon die betroffenen Geräte offiziell aus dem Support genommen hat, erscheinen die darauf gespeicherten eBooks weiterhin in der Inhaltsverwaltung des Kundenkontos. Man zieht sie nicht ab. Die Option, diese Downloads zu entfernen, ist jedoch deaktiviert. Gleichzeitig hat Amazon die Möglichkeit gestrichen, ältere Kindle-Modelle über die Webseite selbstständig vom Konto zu entfernen.
Kunden werden im Unklaren gelassen
Besonders kritisch ist, dass Amazon seine Kunden vorab offenbar nicht über diese Konsequenzen informiert hat. Weder auf den Hilfeseiten noch in den Benachrichtigungen zur Einstellung des Supports finden sich Hinweise darauf, dass Download-Lizenzen dauerhaft blockiert bleiben könnten.
Wer seine E-Books vor dem Stichtag nicht manuell entfernt hat, riskiert nun, einen Teil seiner erworbenen Nutzungsmöglichkeiten dauerhaft zu verlieren. Für digitale Inhalte, die Kunden gekauft haben, ist das ein fragwürdiger Umgang mit bestehenden Nutzungsrechten.
Der Fall zeigt erneut die Schattenseiten geschlossener Ökosysteme: Nutzer erwerben keine klassischen Eigentumsrechte an ihren digitalen Büchern. Sie besitzen lediglich Nutzungsrechte, deren Umfang letztlich der Plattformbetreiber kontrolliert. Und der kann die Regeln ändern, in welcher Form und wann immer er das tun........