Selbst Poesie kommt in der Traube Rudolfingen nicht zu kurz |
Restaurant Traube Rudolfingen: Speisekarte mit Poesie
Restaurants im Test – Selbst Poesie kommt in der Traube Rudolfingen nicht zu kurz
Das Restaurant Traube in Rudolfingen hat sich über die Jahre einen guten Namen erschaffen. Und die Speisekarte macht neugierig.
Es gibt nüchterne Speisekarten und solche, die anregen. Im Angebot des Restaurants Traube in Rudolfingen ist Folgendes zu lesen: «Feiner Nüsslisalat, von gedämpften Randen umarmt, gekrönt von einer Meerrettichwolke, die wie ein kalter Morgenhauch prickelt.» Moment mal. Offenbar haben die Wirtsleute Sinn für Humor und Poesie. Diesen «prickelnden Morgenhauch» zu erkunden, ist allein schon Grund genug für einen Besuch im schmucken Dorf im Weinland.
Zum Einstieg gibts ein Schälchen Ratatouille als Amuse-Bouche, zum Ausklang ein Gläschen Traubenlikör. Derartige Aufmerksamkeiten sorgen auf jeden Fall für Pluspunkte. Als Vorspeise überzeugt besagter Nüsslisalat mit Randen (14.50 Franken), zumal die «Meerrettichwolke» obendrauf in der Tat ausgesprochen erfrischend einfährt, eine gewagte, gelungene Kombination. Die Rieslingsuppe (11.50 Franken) ist mitten im Weingebiet gewissermassen ein Pflichtstoff; zudem lässt die Begleitung selten eine Gelegenheit aus, diese zu bestellen. Die Suppe gefällt, kräftig, mit viel Geschmack, eine der Besseren ihrer Art.
Klassiker mit «Vierkant-Röschti»
Im Hauptgang sind zwei Klassiker des Hauses an der Reihe. Die Truube-Möckli (43.50 Franken), mit Kräuterbutter überbackene Rindsfiletwürfel, sind zart und munden, wobei sie noch etwas mehr Würze vertragen könnten. Dazu gibts «Vierkant-Röschti», die sich als Pommes mit idealem Biss entpuppen, und Brotstreifen, um die verbleibende Kräuterbutter aufzutunken. Das Kalbs-Cordon-bleu (43.50 Franken) – mit Vierkant-Röschti und Gemüse – ist so, wie es sein muss. Die Fleischqualität passt, die Panade ebenso, Käse und Schinken runden ab. Das Cordon bleu kommt nicht im runden Kebab-Style daher, sondern ist ausgewogen flach. Die Kreation Hugo mit Zitronensorbet und einem Schuss Prosecco (8.50 Franken) sowie Peter’s Iiskafi (12.50 Franken) bilden den soliden Abschluss.
Die Traube in Rudolfingen, seit 2010 von Livia und Peter Greub geführt, hat sich in all den Jahren einen guten Namen erarbeitet. Das zeigt auch die 4,8 (von maximal 5) der 440 eingegangenen Google-Bewertungen. Sie ist gemütlich, überschaubar, nett eingerichtet, mit guter Küche und fairen Preisen, zuvorkommend bedient. Stammgäste und Neulinge fühlen sich, wie an diesem Abend zu merken war, gleichermassen wohl. So im Stil: feines Essen, von angenehmen Düften umarmt, gekrönt von einer Ambiance, die eine wohlige Abendwärme entfacht. Wie poetisch.
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Restaurant Traube, Dorfstrasse 5, 8465 Rudolfingen, 052 319 35 65, www.traube-rudolfingen.ch
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