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Zitrone im Gesicht: Londons aufgeblähte Selbst- und Fehleinschätzung

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17.01.2019

Was für ein Coup: Gleich zwei Banken bei Tageslicht überfallen, nicht erwischt worden – und das Ganze ohne jede sichtbare Schutzmaßnahme. Das einzige Problem: Um Mitternacht klingelt die Polizei bei besagtem Bankräuber und nimmt ihn fest. Die Kameraaufnahmen haben ihn verraten. Seine Antwort: “But I wore the juice” (“Ich habe doch Saft aufgetragen”). Es stellt sich heraus: Er ging davon aus, dass ein mit Zitronensaft eingeriebenes Gesicht nur verzerrt von Kameras aufgenommen wird. Den Bankräuber gibt es tatsächlich. Er hat 1999 zwei Forscher zu einer sozialpsychologischen Studie inspiriert, die den nach ihnen benannten “Dunning-Kruger-Effekt” bekannt werden ließ. “Ahnungslos, ohne es zu wissen”, lautet die Bilanz der Studie.

Blickt man auf die gegenwärtige........

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