Genau so ist Gott |
Es ist auf den ersten Blick eine etwas ungewöhnliche Wahl, dass an den letzten drei Sonntagen der Osterzeit aus den Abschiedsreden Jesu gelesen wird. Im Abendmahlssaal hat er sie, so erzählt es der Evangelist Johannes, gehalten. Also vor Ostern. Andererseits naht mit Riesenschritten der endgültige Abschied. 40 Tage nach Ostern enden die Erscheinungen des Auferstandenen: Jesus geht zum Vater. Da tut es gut, noch mal seine Abschiedsworte zu hören. „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück“ zum Beispiel. Oder: „Ich gehe, um euch einen Platz vorzubereiten.“
In den Abschiedsreden des Johannesevangeliums wird auch noch einmal klar formuliert, wer Jesus ist. „Ich und der Vater sind eins“, steht dort zum Beispiel. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Oder an diesem Sonntag: „Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein.“
Warum wird hier, kurz vor dem Abschied, das alles nochmal so eingeschärft? Vielleicht, könnte man meinen, aus dogmatischen Gründen: um Irrtümer abzuwehren, die im jungen Christentum über Jesus im Umlauf waren. Vielleicht aber auch, um den Jüngerinnen und Jüngern aller Zeiten eine Hilfestellung zu geben. Um ihnen deutlich zu machen: „Meint nicht, ihr wisst nichts von Gott, nur weil ihr ihn nicht seht. Ihr habt doch Jesus erlebt oder zumindest gehört, wie er war, was er getan und gepredigt hat. Genau so ist Gott!“
Gott will das Heil der Menschen
Dass Jesus nur Gutes für jeden einzelnen Menschen will, zieht sich durch sein........