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Trost für alle

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18.05.2026

Fünf Tage nach dem Anschlag versammelte sich die Münchner Stadtgesellschaft im Liebfrauendom. Um zu trauern. Ein Auto war in eine Demonstration gefahren, eine muslimische Frau und ihre Tochter waren dabei ums Leben gekommen. Es war der 17. Februar 2025, kurz vor 18 Uhr.

Vertreter verschiedener Religionen sprachen und beteten in dem Gottesdienst mit den Menschen: Archimandrit Georgis Siomos von der griechisch-orthodoxen Gemeinde, der evangelische Landesbischof Christian Kopp, Kardinal Reinhard Marx, der Rabbiner Shmuel Aharon Brodman und der Imam Benjamin Idriz.

Kardinal Marx sprach von Leid, Schmerz, Unverständnis. Drückte sein Beileid aus für die getötete Mutter Amel und ihre Tochter Hafsa. Dann sagte er: „Der Dom zu unserer Lieben Frau in München ist seit über 500 Jahren ein christliches Gotteshaus.“ Doch er sei auch ein Haus „für alle Münchner“. Besonders für die Verängstigten, Zweifelnden, Trauernden.

Der Theologe Andreas Renz hat den Gottesdienst mit vorbereitet – nach dem Vorbild einer Feier aus dem Jahr 2016, nach dem Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum in München. Damals war erst eine christlich-ökumenische Gedenkfeier geplant. Doch plötzlich die Nachricht: Fast alle Opfer waren Muslime. Renz, der in den Vorbereitungen vor allem beratend tätig war und die Kontakte zu den religiösen Vertretern........

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