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Tengener Ostergarten bietet zahlreiche Neuerungen: Es soll ein gemeinsamer Weg mit Jesus sein

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11.03.2026

Man könnte denken, mit den Jahren wird es zur langweiligen Routine. Denn den Tengener Ostergarten gibt es nun schon seit der Corona-Zeit. Zeigen allerdings die Verantwortlichen auf einem Rundgang durch die Tengener Kirchenräume ihren Garten, ist von Langeweile nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Sie bleiben selbst an manchen Orten stehen, schauen andächtig auf einen Brunnen, der vor sich hinplätschert, oder riechen an einem Gewürz an einem Stand vom Jerusalemer Markt.

„Die Besucher können hier Jesu Leidensweg, Tod und Auferstehung mit allen Sinnen erfassen“, erläutert Bernd Barth, Prädikant in der evangelischen Kirche, der Gruppen durch den Ostergarten führt. Gerade für Kinder sei es ein Erlebnis. Es sei erfreulich, wie Kinder und Jugendliche die Ostergeschichte in sich aufsaugen.

„Garten ist eigentlich das falsche Wort“, sagt Ostergarten-Reisebegleiter Robert Keller. Eigentlich wäre Weg die bessere Bezeichnung. Denn die Teilnehmer werden durch die Passionsgeschichte Jesu geführt. Es gebe einen Dialog zwischen denen, die an der Führung teilnehmen, und demjenigen, der die Gruppe leitet. Fragen werden gestellt und können dann auch später während der Führung wieder aufgegriffen werden.

Eine Spende aus Tuttlingen

Neu ist beispielsweise, dass sich die erste Station hinten in der Kirche befindet. Dort hängt auch ein großes Plakat, auf dem Jerusalem zu sehen ist. Das ist ein Geschenk eines ehemaligen Ostergartens in Tuttlingen. Neu ist auch, dass Steine gestiftet wurden, die neben der Grabhöhle Jesu stehen und diese noch viel mehr zur Geltung bringen, wie die Verantwortlichen berichten.

Führungen für vier Zielgruppen

Die katholische Gemeindereferentin Judith Müller berichtet von vielen Führungen, die bereits geplant sind. Sie erzählt von 19 Führungen mit Kindergartengruppen. Das sind dann ungefähr 200 Kinder, die den Ostergarten besuchen werden. Die Gemeindereferentin erläutert: „Wir haben Führungen für vier verschiedene Zielgruppen: Kindergarten, Kommunionkinder und Konfirmanden, Erwachsene – und meditative Führungen zu Maria Magdalena.“ Führungen für den Kindergarten würden beispielsweise nur 45 Minuten dauern. Die Kinder werden dabei von dem Plüsch-Schaf Pauline begleitet, das ihnen so allerhand zu erzählen hat.

Auch Rollstuhlfahrer können teilnehmen

Mesnerin Cäcilia Groß ergänzt: „Der Ostergarten ist auch weitestgehend behindertengerecht.“ Vergangenes Jahr gab es eine Einzelführung für eine Frau vom Pflegeheim, die sich das gewünscht hatte. Für solche Führungen könne man sich individuell mit dem Pfarramt absprechen. Nur an einer Stelle sei der Ostergarten nicht rollstuhlgängig: Der Abendmahlssaal befindet sich oben im Pfarrheim. Aber damit auch Menschen mit Einschränkungen ohne Treppensteigen in diesen Genuss kommen können, habe Alt-Bürgermeister Helmut Groß ein Bild gestiftet. Damit könne man auch im unteren Stock den Besuchern das Abendmahlsgeschehen näherbringen.

Der Ostergarten enthält viele liebevolle Details und Neuerungen. Kinder staunen oft über Details wie eine Seerose oder eine Maus. Oder gefaltete Tauben im Auferstehungsgarten. Neu sei auch eine Bank an dem Ort, an dem man an die Auferstehung erinnert wird. So kann man dort verweilen und die Atmosphäre genießen. Im vergangenen Jahr hat ein Team des ORF eine Dokumentation über Osterbräuche rund um den Bodensee gedreht. Sie haben auch den Tengener Ostergarten gefilmt – ausgestrahlt wird die Sendung am Ostersonntag um 17.05 Uhr.

Informationen und Anmeldung zu Führungen gibt es über die Internetseite https://www.kath-oberer-hegau.de/unsere-angebote-2/ostergarten-in-tengen/

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