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Ein Hoch auf den Fußball und die bedingungslose Freude

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27.06.2026

Es mag ein moralisches Unbehagen auslösen, doch wer ehrlich zu sich ist, kommt zu dem Entschluss: Das hat Gianni Infantino richtig gemacht. In reflexhafter Reaktion haben viele Fußballfans in den vergangenen Jahren sämtliche vom Fifa-Boss angekündigten Neuerungen abgelehnt. Es war ein gelernter Reflex, und meistens war man damit auf der richtigen Seite. Welch ein Irrsinn es doch war, die Weltmeisterschaft nach Katar zu vergeben. Was für eine sinistre Entscheidung, die übernächste WM von Saudi-Arabien austragen zu lassen. Donald Trump einen Fantasie-Friedenspreis zu überreichen, war dahingeschleimte Gefälligkeitsdiplomate. Die Liste ließe sich weiter fortführen.

Infantino hat für all diesen Frevel berechtigte Kritik eingesteckt. Vorwiegend aus Europa. Der alte Kontinent aber ist ihm mittlerweile reichlich egal. Der Schweizer braucht die Deutschen, Engländer und Spanier nicht zum Machterhalt. Besonders dort tönten die Kritiker, dass ein auf 48 Mannschaften........

© Südkurier