Breitbandausbau geht in Phase zwei

Die Stadt Geisingen treibt den Ausbau ihres Breitbandnetzes voran. Das Programm durchläuft zwei Phasen. Die erste Phase, das so genannte Weiße-Flecken-Programm, steht mittlerweile kurz vor ihrem Abschluss. Für die nächste Phase, das Projekt Gigabit 2.0, hat der Technische Ausschuss jetzt einen weiteren Pflock für die praktische Abwicklung der anstehenden Ausbauphase eingeschlagen.

Und dabei geht es um eine Neuerung, von der sich alle Beteiligten ein gutes Ergebnis versprechen. Was das von der Stadt Geisingen als Bauherrin und Netzeigentümerin selbst zu leistende Qualitäts- und Projektmanagement anbetrifft, wird die Stadtverwaltung - und dort insbesondere das Bauamt - auf die Leistungen eines spezialisierten externen Dienstleisters zurückgreifen.

Den entsprechenden Auftrag sprach der Technische Ausschuss mehrheitlich, bei einer Gegenstimme, an die Firma TTD Beratungsgesellschaft mbH aus. Zuvor hatten Bürgermeister Martin Numberger und Bauamtsleiter Christian Butschle ihre Argumente für die Beauftragung eines externen Qualitäts- und Projektmanagements ausgerollt.

Der Breitbandausbau in der Region Geisingen trete mit dem Projekt Gigabit 2.0 in eine weitere Phase höchster Komplexität ein, meinte der Bürgermeister. Während das bereits beauftragte Ingenieurbüro für die technische Planung und die Bauleitung vor Ort zuständig sei, zeige die Erfahrung aus dem Weiße-Flecken-Programm, dass die rein administrative und eigentümerbezogene Abwicklung die Kapazitäten eines regulären Bauamtes bei Weitem übersteige.

Gemeinde bekommt direkte Interessenvertretung

Ein externes Qualitäts- und Projektmanagement (QPM) fungiere dabei nicht als Ersatz für das Ingenieurbüro, sondern als direkter Interessenvertreter der Gemeinde, stellte Numberger klar: „Während das Ingenieurbüro die Baustelle steuert, sichert das QPM die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Besonders im Hinblick auf die strengen Förderrichtlinien des Bundes und des Landes ist eine lückenlose Dokumentation und Prozessüberwachung zwingend erforderlich, um eine spätere Rückforderung von Fördergeldern im siebenstelligen Bereich durch Formfehler sicher auszuschließen.“

Anfragen führten an die Belastungsgrenze

Zudem sei, ergänzte Bauamtsleiter Christian Butschle die Ausführungen des Bürgermeisters, ein weiterer Faktor die Bürgernähe: „Ein Projekt dieser Größenordnung löst naturgemäß eine Vielzahl von Anfragen aus der Bevölkerung aus – von Fragen zum individuellen Hausanschluss bis hin zu Beschwerden über die Baustellenführung. Diese Anfragen im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms zu regeln, hat das Bauamt über seine Belastungsgrenze geführt“, erklärte Christian Butschle. Ein externes QPM stelle die notwendigen Ressourcen bereit, die im Rathaus personell nicht vorhanden seien, ohne andere Pflichtaufgaben der Gemeinde zu vernachlässigen, und sei zudem auch fachlich fundierter aufgestellt, so Butschle weiter.

Die TTD Beratungsgesellschaft mbH ist eine Tochterfirma der Breitbandberatung Baden-Württemberg. Laut Bürgermeister Martin Numberger hat das Unternehmen für die Stadt Geisingen bereits da gesamte EU-weite Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für die Ausbauphase „Gigabit 2.0“ des städtischen Breitbandnetzes wirtschaftlich und technisch begleitet und geprüft. Die Kosten für das jetzt vom Technischen Ausschuss in Auftrag gegebene externe Qualitäts- und Projektmanagement belaufen sich auf rund 42.400 Euro.

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