Nur drei Minister aus Baden: Region ist in der neuen Landesregierung unterrepräsentiert

Im neuen Kabinett von Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) sind nur drei Minister in Baden wohnhaft: Außer Landwirtschaftsministerin Marion Gentges, Justizminister Moritz Oppelt und Kultusminister Andreas Jung (alle CDU) leben alle anderen neun in Württemberg. Damit seien „42 Prozent Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert“ sagt Peter Koehler, Vorsitzender der Landesvereinigung Baden in Europa e.V. Der Verein mit Sitz in Karlsruhe macht sich für die Interessen des historischen Badens stark und meldet sich in politischen Debatten immer wieder zu Wort.

Die Landesvereinigung Baden in Europa habe eine Auswertung der Wohnorte der Minister vorgenommen und dabei außerdem folgenden Befund gemacht: Es sei festgestellt worden, „dass fünf von zwölf in der Stadt Stuttgart zu wohnen scheinen.“ Somit erscheine die Landeshauptstadt „deutlich überrepräsentiert.“ Dies gehe dann vor allem „zu Lasten der württembergischen Gebiete, abseits des Landeszentrums“, sagt Koehler. Dass Amtsträger der Landesregierung schon aus rein pragmatischen Gründen ihren Wohnort in der Nähe der Landeshauptstadt wählen könnten, lässt der Baden-Lobbyist nicht ganz gelten. „Nur weil die Landeshauptstadt geographisch zentral in Baden-Württemberg liegt und auch der Bevölkerungsschwerpunkt nahe an die Stadtgrenze heranreicht, muss dies nicht zu einer politischen Konzentration dort führen“, so Koehler.

Auch wenn für die Landesvereinigung Baden in Europa die von ihnen vertretenen Landstriche nicht stark genug im........

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