Eklat zum Auftakt: Prozess wegen Anschlag auf Ulmer Rüstungsbetrieb vertagt

Der Prozessauftakt verläuft chaotisch. Die Anwälte der Verteidigung liegen praktisch von der ersten Minute an im Clinch mit der Vorsitzenden Richterin Kathrin Lauchstädt. Aus Protest weigern sich die Verteidiger, ihre Plätze einzunehmen. Schließlich bricht Lauchstädt die Sitzung ab und vertagt das Verfahren kurzerhand auf den 4. Mai. Bis dahin sind weder die Personalien der Angeklagten festgestellt, noch hat der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft die Anklage verlesen.

In dem Verfahren am Landgericht Stuttgart geht es am Montag um eine nächtliche Attacke in Ulm. Angeklagt sind fünf junge Mitglieder der militanten Pro-Palästinenser-Szene. Die Staatsanwaltschaft wirft den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen „mitgliedschaftliche Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ vor.

Ein Schaden von einer Million Euro soll entstanden sein

Die drei Frauen und zwei Männer sollen sich laut Anklage spätestens ab Mitte August 2025 in die Organisation „Palestine Action Germany“ eingegliedert und am 8. September mit mindestens sechs bislang unbekannten Beteiligten die Räume der Firma Elbit........

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