Malteser und DRK verabschieden sich von Altkleidercontainern in Konstanz. Warum?
Wer alte Hosen, Kleider oder Mäntel in der Altkleidersammlung entsorgen möchte, muss in Konstanz künftig immer einen der vier Wertstoffhöfe der städtischen Entsorgungsbetriebe (EBK) ansteuern. Denn Malteser und DRK lassen ihre mehr als 60 Container an 30 Standorten im Stadtgebiet bis Ende Januar 2026 komplett abbauen.
Der Grund: Die Sammlung lohnt sich nicht mehr, auch ein Gespräch mit den EBK über eine mögliche Unterstützung brachte keine Lösung. „Die Entscheidung fällt den Organisationen schwer, da die Erlöse aus den Altkleidern über viele Jahre hinweg wichtige soziale Projekte im Katastrophenschutz und im sozialen Ehrenamt finanziert haben – Angebote, die der gesamten Bevölkerung in Konstanz kostenfrei zur Verfügung stehen und für die es sonst keine Finanzierung gibt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Organisationen.
Traditionell wurden die gesammelten Altkleider über externe Entsorgungsunternehmen verwertet. Die Hilfsorganisationen erhielten im Gegenzug eine Vergütung für die Organisation der Stellplätze, Kommunikation, Bereitstellung und Betreuung der Container. Die Ergebnisse waren immer abhängig von äußeren Faktoren. Während der Corona-Pandemie brachen die Zahlen erstmals stark ein. „Seit 2025 liegt unser Erlös bei null“, sagt Silvia Baumann, Pressesprecherin des Malteser-Hilfsdienstes Bodensee, dem SÜDKURIER. Seitdem ist das Modell wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.
Sinkende Marktpreise für Alttextilien, steigende Entsorgungskosten und strengere gesetzliche........
